Archiv vom März 2007

Sonnenbrand? Nee, du!

Am Sams­tag ging es wie­der an den Strand — für mich ledig­lich das vierte Mal, seit dem ich hier bin. InglesesDies­mal ver­brachte ich den gan­zen Tag mit ein paar Leu­ten aus der Uni am „Praia de Ingleses“.

Dank eines Son­nen­schir­mes war ich die ein­zige Per­son, die kei­nen Son­nen­brand hatte. Der Rest war schon erheb­lich braun­ge­brann­ter und knallte sich mit Son­ne­schutz­fak­tor 15 teil­weise direkt in die Sonne.

Und mir mit Son­nen­blo­cker noch sagen, ich soll schön im Schat­ten bleiben.…

Pho­tos gibt es wie immer auf photos.steffi-klinge.de!

SPS!">Endlich wieder SPS!

Am Frei­tag kam end­lich die SPS (Spei­cher­pro­gram­mier­bare Steue­rung) an, die ich für meine Stu­di­en­ar­beit benö­ti­gen werde.

Die­ses wun­der­bare Gerät der Firma Altus werde ich benut­zen um das Modell, wel­ches ich bear­bei­ten soll, anzu­steu­ern — grob gesagt.

Obwohl ich in der Uni nicht viel für SPS übrig hatte und mich immer beson­ders über sol­che Prak­tika gefreut habe, war ich dies­mal froh, dass das Ding end­lich da ist. Jetzt kann es end­lich so halb­wegs los­ge­hen mit der Studienarbeit…

„Ich will mein Geld zurück…">Ich will mein Geld zurück…

… die schwer ver­dien­ten Pie­pen!“ hieß es, als ich vor einige Zeit die Abbu­chun­gen auf mei­ner Kre­dit­karte ansah.

Als ich im Dezem­ber meine Reise nach Bra­si­lien plante, ver­suchte ich über das Inter­net­por­tal der Firma GOL einen Inlands­flug von São Paulo nach Flo­ripa zu buchen. Dabei wur­den erst die Kre­dit­kar­ten­da­ten abge­fragt und dann der CPF.

Dies ist sozu­sa­gen die Per­so­nal­aus­weis­num­mer der Bra­si­lia­ner, die immer und über­all ange­ge­ben wer­den muss. Sie wird somit oft zum Über­prü­fen der Iden­ti­tät benutzt. Nun bin ich aber deut­sche Staats­bür­ge­rin und konnte somit kein CPF ange­ben. Folg­lich ern­tete ich eine Feh­ler­mel­dung und musste mir mein Flug­ti­cket auf ande­rem Wege beschaf­fen. Nichts desto trotz buch­ten die lie­ben Freunde nun einige Zeit spä­ter aber doch den Ticket­preis von mei­nem Konto ab.

Es dau­erte eine ganze Weile, bis die Guten ver­stan­den, dass ich den Flug genom­men habe und trotz­dem mein Geld zurück haben wollte, da ich ein­mal mit Kre­dit­karte und ein­mal bar bezahlt hatte.

Ja ja, das haben wir gerne, erst­mal die Kar­ten­da­ten abfra­gen, dann kein Ticket raus­rü­cken und schließ­lich doch abbuchen!

Nach lan­gem hin und her habe sie mir nun doch mein Geld zurück gege­ben. Durch Kurs­ver­än­de­run­gen zwar ca €2 weni­ger, aber das ist jetzt auch egal.

Liebe Grüße!

Eure Steffi

Maracujá

Wei­tere Erläu­te­run­gen zu hie­si­gen Früchten:

Maracuja

Name
Por­tu­gie­sisch: Mara­cujá; Deutsch: Maracuja
Außen
gelb bis braun, fle­ckig, rela­tiv harte und robuste Schale
Größe
etwa 6 — 12 cm
Innen
gelb — grün, Kerne, die man mit­es­sen kann, bei rei­fen Früch­ten sehr flüssig
Essen
Kerne und Frucht­fleisch im Inneren
Geschmack
säu­er­lich, sehr intensiv
Tipp
am bes­ten den „Deckel“ abschnei­den und dann auslöffeln

Herz der Stadt

Heute machte ich mich mit mei­ner Mit­be­woh­ne­rin Estela auf ins Zen­trum Florianópolis‘.

ZentrumBei herr­li­chem Wet­ter wat­schel­ten wir durch die Innen­stadt und ver­brach­ten den Vor­mit­tag mit shop­pen (jaja, die Frauen…), schlen­dern, Eis essen und spa­zie­ren gehen im Park.

Schon trau­rig, dass ich erst nach knapp 4 Wochen nun zum ers­ten Mal im Her­zen der Stadt war. Aber da ich in der Nähe der Uni alles habe, was ich brau­che, und man ins Zen­trum nur mit dem Bus kommt, bot sich das bis­her nicht an und war auch nicht nötig.

Ich hoffe, ihr hat­tet auch ein schö­nes Wochen­ende! Grüße aus Florianópolis!

Wie eine Verbrecherin…

Ausweis… habe ich mich ges­tern Nach­mit­tag gefühlt. Ich musste mich inner­halb mei­ner ers­ten 30 Tage hier in Bra­si­lien bei der Poli­cia Federal anmelden.

Zu die­sem Anlass wur­den natür­lich sämt­li­che Fin­ger­ab­drü­cke genom­men. Gut, dass ich das aus der argen­ti­ni­schen Bot­schaft schon kannte und mein Ver­bre­cher­photo gut dazu passt.

Ich bekam außer­dem diese tolle Papier­karte, mit der ich mich jetzt aus­wei­sen kann. Jetzt bin ich also offi­zi­ell hier gemel­det und darf theo­re­tisch genau bis zum 24.12. (genau 300 Tage) in Bra­si­lien bleiben.

Studentenausweis

StudentenausweisGes­tern habe ich einen klei­nen Aus­flug ins Zen­trum gemacht um nach end­lo­sem Anste­hen eine Chip­karte für den Bus (die Gelb-orange-rote) zu bekom­men. Jetzt kann ich aber end­lich den Bus mit der Karte bezah­len. Dazu musste ich erst anste­hen um eine Num­mer zu zie­hen, mit der ich dann irgend­wann die Karte bekam. Danach wie­der anste­hen, wie­der Num­mer zie­hen, wie­der anste­hen und dann Geld auf die Karte auf­la­den… puh, kein Wun­der, dass man für die ganze Pro­ze­dur einen gan­zen Nach­mit­tag braucht.

Außer­dem habe ich eine andere Chip­karte bekom­men, eine Art Mensa-Ausweis (der Blaue), mit dem man zwar nicht bezah­len aber sich in der Mensa als Stu­dent und damit als berich­tigt zur Nah­rungs­auf­name aus­wei­sen kann.

Ich hoffe nur, die gan­zen ver­wal­tungs­tech­ni­schen Wege sind bald abgearbeitet…

Estudante brasileira

EinschreibungHeute konnte ich mich end­lich hier an der Uni ein­schrei­ben! –> Die­ses Doku­ment sagt aus, dass ich nun Stu­den­tin der Uni­ver­si­dade Federal de Santa Cata­rina, UFSC, bin. Das heißt, dass ich ab jetzt das Rechen­zen­trum und die Biblio­thek nut­zen kann und in der Mensa und dem Bus nur Stu­den­ten­preise zahle. Außer­dem bin ich jetzt auch offi­zi­ell hier an der Uni ange­kom­men und hänge hier nicht wie zufäl­lig auf dem Cam­pus herum.

Liebe Grüße

Steffi

Goiaba

Hier wie ver­spro­chen die ers­ten Erläu­te­run­gen zu hie­si­gen Früchten:

Goiaba

Name
Por­tu­gie­sisch: Goiaba; Deutsch: Guajave
Außen
unreif: ziem­lich hart, grün; reif: eher weich und leicht zu zer­drü­cken, gelb
Größe
etwa 6-7cm
Innen
rot oder grün je nach Sorte, kleine Kerne, die man mit­es­sen kann
Essen
alles (Schale, Kerne, Fruchtfleisch)
Geschmack
nicht zu süß, leicht säu­er­lich, saftig

Markttag und Schweinepreise

MarkttagJeden Frei­tag gibt es einen klei­nen Markt neben dem Cam­pus. Auf lan­gen Tischen wer­den alle erdenk­li­chen Sor­ten von Obst und Gemüse ange­bo­ten. Man sucht sich alles selbst aus und füllt ein paar Plas­tik­tü­ten mit den gewünsch­ten Lebens­mit­teln. Alles ist sehr frisch, da es direkt von den Bau­ern ange­bo­ten wird und nicht Umwege über irgend­wel­che Lager­hal­len gehen muss. Am Ende gibt es eine Kasse, wo die Tüten abge­wo­gen wer­den. Für die meis­ten Dinge gilt ein Ein­heits­preis von 0,85 Real/kg (0.31 €/kg), für einige wenige Dinge wer­den höhere Stück­preise (z.B. Blu­men­kohl 1,75 Real (0.63€) oder Bro­ko­lie 1,30 Real (0,47 €)) berechnet.

Für alles, was ihr auf dem Photo sehr, habe ich dann genau 4,40 Real (1,58 €) ausgegeben…Total der Wahn­sinn für einen Frucht­fa­na­ti­ker wie mich!

Auf Wunsch einer spe­zi­el­len Per­son :-) , werde ich dem­nächst begin­nen ein paar Bil­der und Beschrei­bun­gen der Früchte in den Blog schreiben.

Guten Appe­tit!

Eure Steffi