Archiv vom April 2007

Vila Velha

Auf der Rück­tour von Foz do Iguaçú nach Flo­ri­anó­po­lis leg­ten Lenko und ich am Mon­tag noch einen Zwi­schen­stopp in Ponta Grossa ein. vilavelha Von dort aus ging es nach 2 Stun­den war­ten auf dem Bus­bahn­hof mit dem Bus nach Vila Velha — bes­ser gesagt 5km davon entfernt.

Nach eini­gen Schwie­rig­kei­ten, einem lan­gen Fuß­marsch und jeder Menge Glück gelang­ten wir tat­säch­lich zum Park. Dort konnte man beein­dru­ckende Fels­for­ma­tio­nen und schöne Stein­fär­bun­gen bestaunen.

Ziem­lich kaputt ging es dann am Nach­mit­tag wie­der mit dem Bus nach Flo­ripa, wo wir nach 5stündiger Fahrt erschöpft am Mon­tag Abend ankamen.

Fotos die­ses Tages fin­det Ihr in dem glei­chen Ord­ner wie die Iguaçú-Bilder.

Foz do Iguaçú — schon wieder

Dank des Tages der Arbeit ruhte der Uni­be­trieb in Flo­ri­anó­po­lis auch am Mon­tag, den 30.4. und wir hat­ten ein wun­der­bar lan­ges Wochenende.

foz Da bot es sich an, die Zeit inten­siv zu nut­zen. Am Frei­tag abend ging es also mit dem Bus nach Foz do Iguaú. Zwar habe ich die Was­ser­fälle an der Grenze zwi­schen Bra­si­lien und Argen­ti­nien schon zwei Mal besucht, aber sie sind so schön, dass es sich durch­aus lohnt, sie ein drit­tes oder vier­tes Mal zu besichtigen.

Am Sams­tag besuch­ten wir (Lenko und ich) die bra­si­lia­ni­sche Seite und das größte Was­ser­kraft­werk der Welt in Itaipú. Die argen­ti­ni­sche Seite der Cata­ra­tas erkun­de­ten wir dann am Sonn­tag von Puerto de Iguazú (Argen­ti­nien) aus.

Natür­lich habe ich jede Menge Fotos geschos­sen. Eine Aus­wahl die­ser fin­det Ihr hier!

Ein Hoch auf unsern Busfahrer!

Mit dem Bus fah­ren ist schon span­nend in Floripa…

bus

Das Stadt­bus­sy­tem erstreckt sich über die gesamte Insel und den Teil des Zen­trums auf dem Fest­land. Es gibt 6 grö­ßere Ter­mi­nals. Die meis­ten Busse fah­ren zu die­sen Ter­mi­nals. Wenn man also zu einem Ort auf der Insel will, kommt man in den meis­ten Fäl­len nicht darum herum, von Ter­mi­nal zu Ter­mi­nal zu fah­ren und mehr­mals umzu­stei­gen. Das dau­ert natür­lich ewig und man kann für eine 10km — Tour schon mal 2 Stun­den brauchen.

Man steigt vorne in den Bus ein, bezahlt und gelangt durch ein Dreh­kreuz in den hin­te­ren Teil des Bus­ses. In den Ter­mi­nals zahlt man am Ein­gang und kann dann zu den Bus­stei­gen wei­ter. Wenn man mit einem Bus im Ter­mi­nal ankommt, kann man inner­halb des Ter­mi­nals umstei­gen ohne erneut zu zah­len. Wenn man also will kann man and­los durch die Gegend von Ter­mi­nal zu Ter­mi­nal fah­ren und zahlt nur einmal.

Sich das als Zeit­ver­treib vor­zu­stel­len, ist viel­leicht gar nicht so abwe­gig. Man erlebt schon was im Bus. Die kurio­ses­ten Leute fah­ren durch die Stadt. Oft sind sie so über­füllt, dass es schon ein Aben­teuer ist her­ein zu kom­men und vor allem zum rich­ti­gen Zeit­punkt sich zum Aus­gang durch­zu­kämp­fen und an der rich­ti­gen Stelle aus­zu­stei­gen. Um den Ver­kehr zu beru­hi­gen, gibt es auf vie­len Stra­ßen kleine Hügel. Viel­leicht sollte man den Bus­fah­rern aber sagen, dass das KEINE Sprung­schan­zen sind…

Um von einem Vier­tel zum andern zu kom­men, muss der Bus oft über kleine Berge und Hügel auf der Insel fah­ren. Die Ser­pen­ti­nen wer­den im Affen­zahn heruaf– und her­un­ter gedon­nert und, wenn man nicht mit dem Fest­kral­len an Stan­gen oder Hal­te­grif­fen beschäf­tigt ist, kann man einen schö­nen Blick auf die Stadt­teile erhaschen.

YouTube

Gerade habe ich einen Link von einem Kum­pel aus Flo­ripa geschickt bekommen.

Es ist ein Video auf YouTube, in dem ein Typ auf ein paar Gebäu­den der UFSC herumklettert.

Selbst wer dem Gehopse nichts abge­win­nen kann, kann sich das ruhig mal anschauen, da man ein biss­chen was vom Cam­pus hier sieht.

In dem Gebäude, das am Anfang von innen gezeigt wird, habe ich übri­gens meine Vor­le­sun­gen :)

Chorinho

Ges­tern Abend ging es (schon wie­der) mit dem Bus zur Lagoa da Con­ce­ição ins Zen­trum der Insel. In einer Bar am See wurde live bra­si­lia­ni­sche Musik des Gen­res „Chor­inho“ gebo­ten. Dazu gab es außer­dem ein paar Tanzeinlagen.

Mit von der Par­tie waren einige aus­län­di­sche Stu­den­ten, eine Pro­fes­so­rin aus den USA, die für eine Woche hier ist, mein Prof und einige mehr.

Es war also ein bund gemisch­ter Hau­fen und mit guter Musik und einem oder zwei Glä­sern Bier wurde der Abend noch besser.

Zurück ging es dann aus­nams­weise mal mit dem Taxi, weil es einen Bus direkt nach Hause um diese Zeit nicht mehr gab und ich keine Lust auf 45 Minu­ten Fuß­marsch im Dun­keln hatte. Außer­dem rech­net sich das bei 4 Leu­ten schon fast.

Strandwanderung

matadeirosUm das wun­der­bare Wet­ter zu genie­ßen, beschlos­sen Lenko und ich am Sonn­tag zum Strand zu fah­ren. Dies­mal sollte es an den Süd­zip­fel der Insel gehen.

Nach 2 mal Umstei­gen und circa 2 Stun­den rucke­li­ger Fahrt kamen wir am Strand Arma­ção an. Der war schon nett und durch seine Abge­le­gen­heit wenig besucht.

Von dort aus ging es zu Fuß fünf Minu­ten über ein paar Steine zum Strand Matadeiro.

Von Matadeiro aus gibt es einen klei­nen Weg an der Küste ent­lang zu einem wei­te­ren Strand mit dem schö­nen Namen Lagoinha Do Leste. Die­ser ist nur durch die­sen Pfad zu errei­chen und daher abso­lut abge­schie­den und ein­sam. Lei­der haben wir uns etwas ver­lau­fen und muss­ten dann umkeh­ren ohne den Strand gese­hen zu haben.

Aber diese Wan­de­rung hole ich noch nach! Fotos gibt es hier!

Corrientes adé, scheiden tut weh

Irgend­wann musste die wun­der­schöne Woche in Cor­ri­en­tes Capi­tal ja vor­bei sein! Am Frei­tag Mit­tag brachte mich meine Gast­mut­ter zum Bus­bahn­hof und ich kam nach lan­ger (24h), lang­wei­li­ger (kein Film im Bus), kal­ter (Kli­ma­an­lage auf schät­zungs­weise –10°C ein­ge­stellt) und dunk­ler (Licht funk­tio­nierte stre­cken­weise nicht) Fahrt am Sams­tag wie­der in Flo­ripa an.

Die Woche in Argen­ti­nien war ein­fach schön. Bei mei­ner Gast­fa­mi­lie war ich sofort wie­der ein Teil der Fami­lie und fühlte mich zu Hause. Kein unbe­hol­fe­nes her­um­ste­hen, keine Berüh­rungs­ängste, so als wäre ich nie weggewesen.

Natür­lich habe ich die Gele­gen­heit genutzt und in die­ser Woche alle mög­li­chen Freunde besucht und getrof­fen, viel Mate getrun­ken, viel Zeit an der Pro­me­nade am Rio Paraná (Costa­nera) ver­bracht und wenig geschlafen.

Wer sich Pho­tos anschauen möchte, kann das auf http://photos.steffi-klinge.de/v/arg/ tun.

Carona

Ges­tern Abend war ich an der Lagoa da Con­ce­ição (Lagune auf der Insel) mit mei­nem Pro­fes­sor und sei­ner Frau ein Bier­chen trinken.

Da alle Sied­lun­gen auf der Insel zur Stadt Flo­ri­anó­po­lis gehö­ren, kön­nen die Wege unter Umstän­den inner­halb der Stadt sehr lang sein. Busse brau­chen meist seee­ehr lange und fah­ren ab 10 Uhr Abends so gut wie gar nicht mehr. Daher habe ich dann bei mei­nem Prof im Arbeits­zim­mer übernachtet.

Um heute früh dann zur Uni zur kom­men, bin ich dann zum ers­ten Mal in mei­nem Leben per Anhal­ter gefah­ren.  Auf por­tu­gie­sisch heißt das „pedir carona“. (José, mein Prof, hatte einen Ter­min am ande­ren Ende der Insel und konnte mich somit nicht mit­neh­men.) Das ist hier tags­über sehr sicher und auch sehr ver­brei­tet. Es geht vor allem schnel­ler und ein­fa­cher als den Bus zu nehmen.

Im Laufe der Zeit haben sich fast schon Hal­te­stel­len gebil­det, an denen alle Leute ste­hen, die zu einem bestimm­ten Teil der Stadt wollen.

Wit­zi­ger­weise hat mich ein Werkstofftechnik-Professor der Uni mit­ge­nom­men, der meine Mit­be­woh­ne­rin kennt (sie stu­diert ja Werk­stoff­tech­nik). Außer­dem hat er in Han­no­ver pro­mo­viert und war äußert happy mal wie­der schön deutsch spre­chen zu können.

¡Argentina!

JA! Es geht los!

Am Sams­tag war ich vor­mit­tags im Zen­trum und habe mir auf dem Über­land­bus­bahn­hof ein Busti­cket nach Cor­ri­en­tes gekauft.

Ich werde also am Don­ners­tag mor­gens um 8Uhr hier los­dü­sen und unge­fähr 24 Stun­den unter­wegs sein. Man merkt, die Ent­fer­nung ist ein Katzensprung…

Ich habe meine Gast­fa­mi­lie jetzt schon über sechs Jahre nicht gese­hen und bin wirk­lich sehr gespannt. Obwohl ich über­mor­gen schon im Bus sitze um diese Zeit, bin ich noch gar nicht auf­ge­regt und kann es kaum glauben.

In der nächs­ten Woche fahre ich dann am Frei­tag wie­der dort los, um am Sams­tag Mit­tag wie­der in Flo­ripa anzu­kom­men. Bis dahin hört ihr dann wahr­schein­lich nichts von mir.

Hasta pronto!

Steffi

Osterschmaus!

Am Wochen­ende habe ich mal wie­der rich­tig gut geges­sen! gnocciAm Frei­tag fan­den wir uns bei einem Stu­den­ten zusam­men um gemein­sam zu kochen. Da es ja Kar­frei­tag war, wurde natür­lich Fisch gegessen.

Das heißt, weil ich Fisch so lecker finde, habe ich den den ande­ren über­las­sen und mich mit Geflü­gel und Reis güt­lich getan.

Am Sams­tag ging es dann mun­ter wei­ter. Zusam­men mit Estela und Daiane, zwei mei­ner vier Mit­be­woh­ne­rin­nen, berei­tete ich Gnoc­chi (ganz slebst­ge­macht) und Salat zu (<-). Das war wirk­lich lecker und war mal eine nette Abwechs­lung zu Boh­nen und Reis.

Den krö­nen­den Abschluss bil­dete dann eine Lasa­gne am Sonn­tag. Tatiana, eine Dok­to­r­an­tin aus der Arbeits­gruppe, hatte mich zu ihrer Mut­ter zum Essen ein­ge­la­den. Diese Frau hat wirk­lich ein Händ­chen fürs Kochen!

Um mein kuli­na­ri­sches Wochen­ende abzu­run­den, war ich am Sonn­tag Abend dann wie­der in der Mensa essen. Ich meine, ein Wochen­ende OHNE Boh­nen und Reis????? Ne!