Carona

Ges­tern Abend war ich an der Lagoa da Con­ce­ição (Lagune auf der Insel) mit mei­nem Pro­fes­sor und sei­ner Frau ein Bier­chen trinken.

Da alle Sied­lun­gen auf der Insel zur Stadt Flo­ri­anó­po­lis gehö­ren, kön­nen die Wege unter Umstän­den inner­halb der Stadt sehr lang sein. Busse brau­chen meist seee­ehr lange und fah­ren ab 10 Uhr Abends so gut wie gar nicht mehr. Daher habe ich dann bei mei­nem Prof im Arbeits­zim­mer übernachtet.

Um heute früh dann zur Uni zur kom­men, bin ich dann zum ers­ten Mal in mei­nem Leben per Anhal­ter gefah­ren.  Auf por­tu­gie­sisch heißt das „pedir carona“. (José, mein Prof, hatte einen Ter­min am ande­ren Ende der Insel und konnte mich somit nicht mit­neh­men.) Das ist hier tags­über sehr sicher und auch sehr ver­brei­tet. Es geht vor allem schnel­ler und ein­fa­cher als den Bus zu nehmen.

Im Laufe der Zeit haben sich fast schon Hal­te­stel­len gebil­det, an denen alle Leute ste­hen, die zu einem bestimm­ten Teil der Stadt wollen.

Wit­zi­ger­weise hat mich ein Werkstofftechnik-Professor der Uni mit­ge­nom­men, der meine Mit­be­woh­ne­rin kennt (sie stu­diert ja Werk­stoff­tech­nik). Außer­dem hat er in Han­no­ver pro­mo­viert und war äußert happy mal wie­der schön deutsch spre­chen zu können.

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