Archiv vom April 2007

Umzug mit Hindernissen

Da das Modell mei­ner Fer­ti­gungs­ein­heit in einem ande­ren Labor steht, bin ich heute in die­ses umge­zo­gen. Dies ist also mein neue Arbeitsplatz: arbeitsplatz

Das war aber natür­lich wie­der­mal nicht so einfach

Ges­tern habe ich einen Schlüs­sel bekom­men und heute früh stellte sich her­aus, dass die­ser aber im Schloss sich nicht dre­hen ließ.

Lei­der war keine der drei Per­so­nen, die außer mir einen Schlüs­sel haben, im Insti­tut und mir blieb nicht ande­res übrig als zu war­ten. Spä­ter konnte ich dann eine zweite Kopie des Schlüs­sels anfer­ti­gen las­sen, die auch funktioniert.

Zwar sehe ich jetzt die meis­ten Leute, die ich im ande­ren Labor ken­nen­ge­lernt habe, nicht mehr jeden Tag, aber dafür habe jetzt einen fes­ten Arbeits­platz und mehr Ruhe zum Arbeiten.

Windoof

Ges­tern musste ich etwas schreck­li­ches tun: Auf mei­nem Mac WINDOWS instal­lie­ren… GrueneIdylle Um meine Fer­ti­gungs­zelle zu model­lie­ren und den Super­vi­sor zu ent­wer­fen, brau­che ich Grail, wel­ches hier am Insti­tut (DAS) ent­wi­ckelt wurde, und TCT, wel­ches von W.M. Won­hams Arbeits­gruppe in Toronto (quasi einer der bei­den Urvä­ter der Auto­ma­ten­theo­rie) ent­wi­ckelt wurde.

Lei­der gibt es Grail bis­her nur für Win­dows und TCT nur für Win­dows und Linux. Da der Quell­code reich­lich Feh­ler­mel­dun­gen pro­du­ziert, kann ich das Ganze lei­der auch nicht für OS X kompilieren.

Also was tun, wenns brennt?? Ich kam also nicht umhin auf mei­nem Mac­Book erst­mal Win­doof zu instal­lie­ren, denn der Rech­ner für die Fer­ti­gungs­zelle, der bald kom­men soll, ist eben noch nicht da. Ach toll, wie hatte ich es ver­misst: das häss­li­che Stan­dard­hin­ter­grund­bild, der Feh­ler­mel­dungs­sound, die vie­len Windows-Updates und die schö­nen Neustarts…

Wie nicht anders zu erwar­ten, sind die Tas­ten­be­le­gun­gen unter Win­dows anders und auch noch bei ver­schie­de­nen Pro­gram­men teil­weise unter­schied­lich. All die net­ten, klei­nen Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen und hilf­rei­chen Mini­pro­gramme sind passé.

Aber da ich ja vor­her auch ‚ne Win­dows­ma­schine hatte, werde ich mich schon wie­der daran gewöhnen.

Vorlesung

Ach ja, heute konnte ich mich offi­zi­ell für eine Vor­le­sung ein­schrei­ben, die ich schon seit zwei Wochen hier besu­che. Es geht um die Model­lie­rung und Rege­lung ereig­nis­dis­kre­ter Sys­teme — also das, was ich für meine Stu­di­en­ar­beit gebrau­chen kann.

Natür­lich habe ich das in Mag­de­burg schon gehört. Der erste Teil han­delt von Petri-Netzen und wird mir nicht viel Neues brin­gen. Über Auto­ma­ten und Super­vi­sors, die im zwei­ten Teil behan­delt wer­den, kann ein Wis­sens­zu­wachs aber nicht schaden.

Im Moment lern ich dabei mehr Por­tu­gie­sisch als etwas Ande­res. Außer­dem ist es zwei mal pro Woche eine nette Abwechs­lung den Schreib­tisch im Insti­tut zu ver­las­sen und sich 90 Minu­ten einen Vor­trag anzuhören.

Im Gro­ßen und Gan­zen läuft das wie in Deutsch­land ab — aber es gibt natür­lich auch Unter­schiede. Die Vor­le­sung beginnt so gut wie nie pünkt­lich, son­dern meist 10 oder 15 Minu­ten spä­ter. Der Dozent über­prüft zu Anfang, wel­che Stu­den­ten anwe­send sind. Es gibt wäh­rend des Semes­ters Tests statt einer Prü­fung am Ende. Es gibt keine Übung zur Vor­le­sung, son­dern der Dozent gibt wäh­rend der Vor­le­sung kleine Auf­ga­ben und teil­weise auch Haus­auf­ga­ben auf.

Was jedoch am unge­wohn­tes­ten war, dass am Ende der Vor­le­sung nicht geklopft wird. Die Stu­den­ten ste­hen ein­fach auf und gehen. Ich wusste zwar, dass das hier nicht üblich ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass es mir so feh­len würde.

Mein Modell ist da!

Ja, ihr habt rich­tig gelesen!

End­lich haben wir das Modell einer klei­nen Fer­ti­gungs­zelle aus der Tech­ni­schen Hoch­schule Flo­ri­anó­po­lis abge­holt. Die Stu­den­ten dort haben über ein Jahr daran gear­bei­ten und woll­ten das gute Stück gar nicht hergeben.Fertigungszelle

Kein Wun­der, dass es also fünf Wochen nach mei­ner Ankunft erst mög­lich war, das Teil in die Uni zu bekom­men :)

Jetzt kann es aber wirk­lich los­ge­hen und ich kann mit dem Model­lie­ren und Regeln anfangen.

In die­ser oder der nächs­ten Woche soll ich auch noch einen eige­nen Arbeits­rech­ner bekom­men und einen eige­nen, fes­ten Arbeits­platz neben dem Modell der Fer­ti­gungs­zelle. Juchu!

Also, fro­hes Schaffen!

Steffi