Archiv vom Mai 2007

Ciao ciao, Lenko

Lenko, der Bul­gare aus Kanada, muss nach vier Mona­ten in Flo­ri­anó­po­lis nun doch wie­der zurück nach Kanada. Daher hat er am Mitt­woch zu einem Abschieds­gril­len in sei­ner WG eingeladen.

fruehstueckNach dem Ver­spei­sen von Fleisch, Knob­lauch­brot und Salat schau­ten wir uns noch gemein­sam den total durch­ge­knall­ten, ver­rück­ten, schnel­len aber ser schö­nen, ser­bi­schen Zigeu­ner­film „Black Cat, White Cat“ an.

Am Frei­tag, vor sei­ner Abreise, habe ich ihn dann noch zu einem lecke­ren Früh­stück in mei­ner WG ein­ge­la­den. Es gab alles, was das Herz an einem Frei­tag­mor­gen begeh­ren kann. Ich war sogar vor­her extra noch zum Markt um fri­sche Früchte parat zu haben…

Geplatzte Wochenendpläne

Eigent­lich hatte mich meine Mit­be­woh­ne­rin Lívia ein­ge­la­den, mit ihr das Wochen­ende in Tor­res bei ihren Eltern zu verbringen.

Lei­der hat sie mir dann am Don­ners­tag abge­sagt, weil dann doch ent­ge­gen aller Pla­nung kein Platz bei der Mit­fahr­ge­le­gen­heit mehr frei ist. Mmmh, das ist schon das zweite Mal, dass sie mir kurz­fris­tig absa­gen muss und ich bin ziem­lich geknickt deswegen.

Dafür kann ich am Sams­tag dann mit Fabio wie­der­mal am Strand wan­dern gehen. Ent­ge­gen aller Erwar­tun­gen sagen die Wet­ter­vor­her­sa­gen für Sams­tag 26°C vor­aus, die ange­sichts des her­ein­bre­chen­den Win­ters aus­ge­nutzt wer­den müssen!

Kalt

Auch in Süd­bra­si­lien wird es mal Win­ter… Leider!

In den letz­ten Tagen hat es hier sehr viel gereg­net und die Tem­pe­ra­tu­ren sind auf 15 — 18°C gefal­len. Eigent­lich ist das nicht kalt, aber die Häu­ser sind hier nicht wirk­lich für kalte Tage gebaut.

Fens­ter und Türen sind meist undicht, so dass der kalte Wind unge­hin­dert ein­drin­gen kann, die Häu­ser sind nicht iso­liert und Hei­zun­gen gibt es natür­lich auch nicht.

Außer­dem ist das hier eine sehr feucht Kälte, die über­all hin­zu­krie­chen scheint. Manch­mal scheint es, als ob alles ein wenig feucht, kalt und klamm wäre.

Also musste ich mich lang­sam um eine Decke küm­mer, um bei die­sen Wit­te­rungs­be­din­gun­gen nicht krank zu wer­den. Glück­li­cher­weise habe ich ins­ge­samt 4 Decken ver­schie­de­ner Qua­li­tät und Stärke aus­ge­lie­hen bekom­men und kann nun nach Belie­ben wechseln.

Zwar werde ich wohl wei­ter­hin am Wochen­ende wan­dern gehen oder am Strand her­um­lun­gern aber jetzt muss man sich dann auch warm anziehen.…

Carambola

Viel­leicht auch vie­len von Euch bekannt:

carambola

Name
Por­tu­gie­sisch: Caram­bola; Deutsch: Karam­bole oder Sternfrucht
Außen
gelb­grün bis gelb, Stern­för­mi­ger Querschnitt
Größe
etwa 6 — 10 cm
Innen
gelb, kleine Kerne
Essen
Frucht­fleisch und Schale, wenn sie frisch ist
Geschmack
nicht zu süß, etwas säu­er­lich, saftig

Alles Poteitos oder was?

poteitos Regt Ihr Euch manch­mal über Deng­lisch auf?

Hier wer­den auch die ein oder ande­ren Wör­ter der eng­li­schen Spra­che missbraucht.

Mis­ter POTEITOS statt Mis­ter POTATOS… nagut, wenigs­tens bleibt die Aus­spra­che erhalten.

Das schlimmste an dem Zeug ist aber nicht der Name son­dern ganz klar der Geschmack.

Die Kar­tof­fel­chips sind super klein und daher mit Fett voll­ge­so­gen. Die ver­grö­ßerte Ober­flä­che sorgt außer­dem dafür, dass die Din­ger extrem sal­zig sind.

Na dann, guten Appetit.…

Gewaltmarsch mit Sonnenbrand

Eigent­lich ist hier ja längst Herbst. Davon merkt man aber bis auf ein paar Regen­tage zwi­schen­durch noch nicht wirk­lich. Statt des­sen scheint wei­ter­hin die liebe Sonne und sorgt für som­mer­li­che 25 — 30°C.

5mai Dies­mal ging es mit dem Bus nach Barra de Lagoa und von dort aus zu Fuß von Moçam­bi­que über San­t­hino nach Ing­le­ses.

Das waren dies­mal ca. 18km Strand­wan­de­rung bei wun­der­ba­rem Wet­ter. Anfangs waren wir (Fabio, Lenko und ich) nicht sicher, wie lange wir brau­chen würden.

Dank eines sehr fes­ten San­des an den Strän­den und gut begeh­ba­ren Wan­der­we­gen gelan­ge­ten wir aber sehr schnell zu unse­rem Ziel.

Lei­der hat es die Sonne aber zu gut mit uns gemeint und nun habe ich einen Son­nen­brand — Gott sei Dank erst der zweite hier.

Pho­tos fin­det ihr auf Seite 4–6 des Trilha-Ordners.

Caju

End­lich wie­der Erläu­te­run­gen zu hie­si­gen Früchten:

caju

Name
Por­tu­gie­sisch: Caju; Deutsch: Kaschu; Eng­lisch: Cashew
Außen
gelb bis rot, leicht fle­ckig, dünne Schale, leicht zu zer­drü­cken, noch grüne „Nuss“ am obe­ren Ende
Größe
etwa 4 — 10 cm
Innen
gelb, sehr weich und saf­tig, keine Kerne
Essen
Frucht­fleisch und Schale, wenn sie frisch ist; NICHT die Nuss, sie ist in die­ser Form ungenießbar
Geschmack
süß, kleb­rig, saf­tig, erin­nert an den Geschmack der Nuss, irgend­wie schwam­mig im Mund, nicht so mein Fall
Tipp
Am bes­ten den Saft pro­bie­ren! Er ist leich­ter zu bekom­men, schmeckt genauso und erspart einem das schwam­mige, unan­ge­nehme Gefühl im Mund.

Strandwanderung — diesmal mit Erfolg

Was am 22. April lei­der miss­lang, wurde am Tag der Arbeit nun in umge­kehr­ter Rei­hen­folge volbracht. Strandwanderung Mit Rick (US-Amerikaner, ganz frisch auf der Insel) und Lenko wan­derte ich am Diens­tag von Pâtano do Sul über Lagoinha do Leste bis nach Matadei­ros und Arma­ção.

Die Wan­de­rung dau­erte ins­ge­samt knapp 3 Stun­den plus eini­ger Zeit zum Fau­len­zen am Strand Lagoinha do Leste. Die­ser ist nur über diese Fuß­wege zu errei­chen und daher beson­ders schön unbe­rührt und ziem­lich einsam.

Fotos habe ich natür­lich auch gemacht. Diese gibt es hier!