Archiv vom Oktober 2007

Die treuen Weiber von Weinsberg

An die­sem Sams­tag orga­ni­sierte STARDUST (Stu­di­en­stift­ler aller Rich­tun­gen der Uni­ver­si­tä­ten Stutt­gart und Tübin­gen… oder so ähnlich) eine Stadt­füh­rung in Weins­berg mit anschlie­ßen­der Besich­ti­gung der Wein­schule und Weinverkostung.

Als die Burg Weins­berg kurz vor Weih­nach­ten 1140 von König Kon­rad III. ein­ge­nom­men wurde, nahm die­ser alle Män­ner gefan­gen und gewehrte den Frauen am nächs­ten Mor­gen freies Geleit mit dem Hin­weis, sie dürf­ten mit­neh­men, was sie auf ihren Schul­tern tra­gen könn­ten und was ihnen am liebs­ten wäre. Was taten also die treuen Wei­ber von Weins­berg? Sie tru­gen ihre Män­ner auf ihren Schul­tern den stei­len Berg hinab! Ob nun jede auch ihren eige­nen hinuntertrug?!

Die anschlie­ßende Besich­ti­gung der Wein­bau­schule war zwar nicht ganz so inter­es­sant aber doch loh­nens­wert. Na und wenn man Bar­ri­que­weine mag, war man auch bei der anschlie­ßen­den Ver­kos­tung genau richtig.

Auf jeden Fall war dies ein super Tag und ich kann einen Aus­flug nach Weins­berg nur schwer emp­feh­len. Und wie sagte der Stadt­füh­rer so schön: „Wenn man nicht in Weins­berg war, war man nicht in Würt­tem­berg!“ Also, macht Euch auf den Weg!

Peperoni frei Haus

peperoniGut dass Ulf ges­tern noch Fla­schen im Kauf­land zurück brin­gen musste. So hatte ich Zeit, mich bei den Aus­la­gen einer klei­nen Blu­men­hand­lung in der Schwa­ben­ga­le­rie umzu­se­hen. Dort ent­deckte ich eine Pepe­ro­nipflanze, die ich sofort einsackte.

Jetzt habe ich eine ori­gi­nelle Topf­pflanze und einen Spen­der für scharfe Gewürze in Einem. Ich hoffe nur, die arme Pflanze über­lebt die har­ten Lebens­be­din­gun­gen in mei­nem Zim­mer eine Weile…

Solitude heißt Einsamkeit

Eigent­lich woll­ten nur Ulf und ich zum Schloss Soli­tude nahe Stutt­gart fah­ren. Spon­tan gesell­ten sich noch Uwe und Richard dazu und bald schon ähnelte der Aus­flug einer klei­nen STK-Klassenfahrt.

Kurz nach der Ankunft musste ich fest­stel­len, dass meine Kamera wirk­lich eine Macke hat. Somit konnte ich vom Spa­zier­gang durch den total ver­wil­der­ten ehe­ma­li­gen Schloss­gar­ten und der Füh­rung durch die Innen­räume keine Pho­tos machen.

Trotz des fri­schen Wet­ters mach­ten wir uns zu Fuß zurück auf den Weg nach Vai­hin­gen zum Cam­pus. Uwe und Richard waren super vor­be­rei­tet. Somit gelang­ten wir an Wild­schwein– und Hirsch­ge­he­gen ent­lang durch den herbst­li­chen Wald auf Zick­zack­pfa­den zu Ulfs Wohnheim.

Anschlie­ßend ging es zum Kauf­land (JA, ich habe end­lich Lasa­gne­plat­ten und einen Wann­stöp­sel­ke­kauft!). Danach koch­ten wir in Richards Wohn­heim­kü­che Chili con Carne, wel­ches noch ein biss­chen schär­fer gewe­sen sein könnte, und lie­ßen es uns mit Scho­ko­lade (des­we­gen Sport) und einer Fla­sche Wein gut gehen.

II">Kulinarisches aus’m Schwabenländle II

Eigent­lich wollte ich ja eine Lasa­gne zau­bern. Doch wegen hier nicht näher erläu­ter­ter Zwi­schen­fälle, musste ich doch im Lidl statt im Kauf­land ein­kau­fen. Im Lidl gibt es zwar keine Lasa­gne­plat­ten aber Maultaschen.

Diese möchte ich an die­ser Stelle ein­mal schwer emp­feh­len: Mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teig­ta­schen zum Bra­ten oder Kochen und natür­lich Essen.

Nach­dem ich mich bei einer Schwä­bin an der Kühl­theke über die Zube­rei­tung von Maul­ta­schen und mög­li­che Bei­la­gen infor­miert hatte, sackte ich alles ein und brut­zelte mit Jes­sica (sehr gute Freun­din aus Ehnin­gen bei Stutt­gart) dar­aus ein recht anseh­li­ches Abendessen.

Danach wid­me­ten Jes­sica und ich uns einer Fla­sche badi­schen Wei­nes, lie­ßen die Seele bau­meln und hör­ten Musik.

Sport am Almandring

Um den Groß­teil mei­ner Abende nicht zu Hause sit­zen zu müs­sen, beschloss ich mehr oder weni­ger Hals über Kopf mich bei zwei Sport­kur­sen beim Stutt­gar­ter Unis­port anzumelden.

Am Don­ners­tag ging es also los mit Kraft­trai­ning. Mitt­wochs steht ein wei­te­rer Kurs auf dem Plan. Schließ­lich muss sich mein Scho­ko­la­den­kon­sum nicht zwangs­läu­fig auf mei­nen Hüf­ten widerspiegeln.

Außer­dem werde ich frü­her oder spä­ter mal Trep­pen zur U– oder S-Bahn hin­auf oder hin­un­ter ren­nen müs­sen. Dann wäre es doch schade, wenn ich die Bahn nicht mehr bekomme, oder?!

Spenden einmal anders

Wer von Euch kennt die Aktion Weih­nach­ten im Schu­kar­ton? Wie ich finde, ist dies eine recht ange­nehme Art zu Weih­nach­ten zu spen­den. Vor allem für Men­schen, die sich immer nicht ganz so sicher sind, wo das Geld am Ende ankommt.

Wer Lust hat, einen Kar­ton mit Spiel­sa­chen zusam­men­zu­pa­cken, sollte ein­fach mal auf www.weihnachten-im-schuhkarton.org nach­schauen, wo er den Kar­ton abge­ben kann.

Sing, sing, singing in the dark

Ab die­sem Diens­tag werde ich mich wohl regel­mä­ßig abends auf den dunk­len Weg zum Cam­pus der Uni im Zen­trum Stutt­garts machen.

Im K2 probt ganze drei Stun­den (19-22Uhr) der Uni­chor. Bei mei­ner ers­ten Probe konnte ich gleich einen 20minütigen Stimm­bil­dungs­kurs mit­ma­chen. Spä­ter wur­den die ein­zel­nen Stim­men von­ein­an­der getrennt.

Hach, schön, dass ich meine Stimme wie­der­mal trai­nie­ren und an die Gren­zen füh­ren kann. Nach­dem ich mich drei Stun­den nur auf meine Stimme kon­zen­triert habe, fühlt sich mein Kopf ange­nehm abge­lenkt, leer und aus­ge­powert an.

Alles in allem scheint mir das Pro­gramm sehr anspruchs­voll und ich freu mich natür­lich schon auf die nächste Probe!

Ägyptische Mumien

Wow! Wer mich schon ein biss­chen län­ger kennt, weiß, dass ich mich schon vor eini­gen Jah­ren sehr für die frühe ägyp­ti­sche Kul­tur, die Pyra­mi­den und auch die Tech­ni­ken der Mumi­fi­zie­rung die­ser Zeit inter­es­siert habe.

Natür­lich war ich dem­ent­spre­chend erfreut, als ich schon in der letz­ten Woche ein Pla­kat der Lan­des­aus­stel­lung im Lan­des­mu­seum Würt­tem­berg sah.

Die Aus­stel­lung Ägyp­ti­sche Mumien ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Statt der vor­ge­se­he­nen einen Stunde ver­brachte ich gut 2,5 Stun­den im Museum und sog alle Ein­drü­cke und Infor­ma­tio­nen auf wie ein Schwamm.

Stuttgarter Kulturnacht

Das war voll schön! Und vor allem auch schön voll!

Natür­lich konnte ich mir die Stutt­gar­ter Kul­tur­nacht nicht ent­e­gen las­sen und schleifte auch den armen Ulf ins kul­tu­relle Getümmel.

Auf dem Fern­seh­turm bestaun­ten wir das abend­li­che Lich­ter­meer Stutt­garts. Danach wurde es immer schwie­ri­ger in irgend­eine Auf­füh­rung hin­ein­zu­kom­men. Im Thea­ter am Olga­eck stan­den wir etwa 20 Minu­ten an um uns zwei je halb­stün­dige Stü­cke anzu­se­hen. Nach der Kaba­rett­vor­stel­lung von Top Sig­rid (sehr zu emp­feh­len!) schaff­ten wir es wie­der nicht einen Platz im Lok­stoff­bus zu ergat­tern und run­de­ten statt­des­sen den Abend mit der letz­ten Vor­stel­lung im neuen Kri­mi­thea­ter Stutt­garts ab.

Durch das ganze Her­um­ge­fahre und Ange­stehe, ver­lo­ren wir abso­lut unser Zeit­ge­fühl. Also ent­schlos­sen wir uns danach die Reste mei­nes Mit­tag­es­sens zu ver­put­zen und uns schläf­rig zu verabschieden.

Bahnstreikdrama

Die Lok­füh­rer wol­len mehr Geld und legen dafür bekann­ter­ma­ßen auch mal gerne die gesamte Repu­blik lahm. So auch an die­sem Freitag.

Gewerk­schafts­lose und ver­be­am­tete Lok­füh­rer sorg­ten aber dafür, dass zumin­dest meine S-Bahnlinie zu jeder zwei­ten Abfahrts­zeit fuhr. Super! Also kam ich doch ohne Pro­bleme ins Büro musste meine erste Woche nicht schon mit einem Fehl­tag beenden.

Es ist schon fast benei­dens­wert zu sehen, wie­viel Macht diese Berufs­gruppe hat. Wenn man bedenkt, dass es den Durch­schnitts­bür­ger über­haupt nicht juckt, wenn in einer ande­ren Bran­che bun­des­weit für einen Tag gestreikt wird.

Beein­dru­ckend ist es auch, wie eine rela­tiv kleine Gruppe von Men­schen ein gan­zes, sonst sehr gut orga­ni­sier­tes Land in ein mitt­le­res Ver­kehrs­chaos stür­zen kann, weil alle auf ihr Auto umsteigen.