Archiv vom Februar 2008

„Timing“ — oder „Erstens kommt es anders…">Timing“ — oder „Erstens kommt es anders…

… und zwei­tens als man denkt“

mikroEigent­lich wollte ich ja an die­sem Wochen­ende Auf­nah­men für die Rubrik „Abon­niert“ des Hörbarium-Podcasts, die ich vor kur­zem über­nom­men habe machen. Aber wie es der Titel des Ein­trags schon sagt, kam es dazu nicht.

Mein Samson-Mikrofon ent­schloss sich heute früh dazu den Geist auf­zu­ge­ben. Genauer gesagt ist wohl der interne Ver­stär­ker von uns gegan­gen. Denn die laute Spur kommt noch sehr leise und dumpf an, doch die leise Spur ist kom­plett tot.

Na bravo! Eigent­lich wollte ich etwas vor­pro­du­zie­ren um in der nächs­ten Zeit etwas Luft zu haben. Tja, dar­aus wird dann wohl nichts…

Wenn das mal nicht ein per­fek­ter Start ins Wochen­ende und ein her­vor­ra­gen­des Omen für unse­ren anste­hen­den neuen Krimi ist, weiß ich auch nicht!

Werksführung

sternAm Valen­tins­tag nahm ich end­lich an einer Werks­füh­rung im Daim­ler­werk Sin­del­fin­gen teil. Den Auf­takt machte dabei ein Wer­be­film, der mich stark an Tita­nic, Wahl­wer­be­spots oder einen Action­film erin­nerte: rasante, schnelle Schnitte, Kame­raflüge an den Gebäu­de­wän­den vor­bei, unter­malt von fet­zi­ger Musik.

Nach die­sem Film würde sich jeder gerne einen Mer­ce­des kau­fen und auch die ans­hlie­ßende Füh­rung durch Roh­bau– und Mon­ta­ge­hal­len för­der­ten die­sen Wunsch.

Schon vorbei…?

chor dach­ten sich wohl die meis­ten Sän­ger und Sän­ge­rin­nen des Uni­chors an die­sem Wochen­ende. Nach mona­te­lan­gen Pro­ben brach­ten wir am Frei­tag und Sonn­tag end­lich Schu­berts Messe in As zur Aufführung.

Das Stück dau­erte dann doch nur eine knappe Stunde und wir haben es ledig­lich zwei Mal auf­ge­führt. In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen dazu die Pro­ben­zei­ten? Ich will es lie­ber gar nicht wis­sen… Aber schön war es trotzdem!

Stuttgart von unten

Eigent­lich machte ich mich heute Nach­mit­tag auf den Weg, um zu einem Kon­zert in der Leon­hards­kir­che zu gehen. Doch das Bene­fiz­kon­zert der Vocal­gruppe Füenf aus Stutt­gart wurde wegen Krank­heit abge­sagt. Des­we­gen schreibe ich jedoch gar nicht.

Als ich an der soge­nann­ten Ves­per­kir­che ankam, stand ich in einer Menge von Men­schen, die oft­mals wohl kaum noch in tie­fere soziale Schich­ten sin­ken könn­ten. Neun Wochen  lang, bis zum 15. März, wird dort durch Spen­den sub­ven­tio­nier­tes und von vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fern zube­rei­te­tes Essen aus­ge­ge­ben. Jeder kann für nur €1,20 eine Mahl­zeit bekom­men, ob bedürf­tig oder nicht, oder sich ärzt­lich unter­su­chen lassen.

Klar, man weiß, dass es auch in einer der ver­meind­lich reichs­ten Städte in einem der ver­meind­lich reichs­ten Län­der der Erde Armut gibt. Doch mal Hand aufs Herz, wann den­ken wir wirk­lich daran? Sind wir uns des­sen so bewusst, wie wir meist vor­schnell vorgeben?

Ich will weder ankla­gen noch beschö­ni­gen. Ich gehe wohl nur von mei­nen heu­ti­gen Erleb­nis­sen aus. Ehr­lich gesagt, war ich geschockt ob des Anblicks. Obwohl ich weiß, dass es auch in Stutt­gart eine große Zahl bedürf­ti­ger Men­schen gibt, war es mir nicht bewusst. Vor allem konnte ich mir kaum vor­stel­len, dass es auch hier so viele sind, bis ich es gese­hen habe. Ich musste mir wie­der­ein­mal klar­ma­chen, dass ich in einer wohl­be­hü­te­ten und siche­ren Blase lebe.

„Wie erwartet“ oder „Es geht wieder los“">Wie erwartet“ oder „Es geht wieder los“

Tja, mal ehr­lich, was hatte ich mir eigent­lich dabei gedacht, als ich mein Exposé an die Audio­werk­statt Köln schickte um am Kri­mi­wett­be­werb teilzunehmen?

Nun, ich habe also nicht gewon­nen (des­halb „Wie erwartet“).

Das Gute ist aber, dass Flo­rian und ich nun eine Geschichte für die Fort­set­zung unse­res Pod­cast­kri­mis haben. Ich werde also wie­der anfan­gen zu schrei­ben (des­halb „Es geht weiter!“).