Archiv vom August 2008

Balkongrillen

Als an einem Sonn­tag Mit­tag die Sonne auf Irland schien, konn­ten wir uns vor unbän­di­ger Freude wie­der ein­mal kaum hal­ten und beschlos­sen zu gril­len. Flo­rian ent­fachte auf unse­rem 2 Qua­drat­me­ter gro­ßem Bal­kon ein Feuer und ich berei­tete mit Freun­den einen Salat zu. In kür­zes­ter Zeit kroch der Rauch in dicken Schwa­den an der Haus­wand empor und sorgte mit Sicher­heit für ebenso unbän­dige Freude bei unse­ren lie­ben Nachbarn.

Aber weder ein Rauch­mel­der sprang an noch kam einer unsere Nach­barn um seine Freude mit uns zu tei­len. Nach dem Genuss von Brat­würs­ten, Steaks, Baguette und ande­ren garan­tiert sehr gesun­den Lecker­ein, spa­zier­ten wir noch in auf eine Grün­flä­che auf dem Nord­cam­pus und brach­ten den Rest des Nach­mit­tags mit nichts tun zu. Meine Diplom­ar­beit blieb dadurch lei­der unan­ge­tas­tet und ich kann nur hof­fen, dass es ab jetzt wie­der schön in Strö­men regnet…

Maracuuuuuuuuuuja…

Warum ist es so schwie­rig in Irland Mara­cuja auf­zu­trei­ben? Wenn ich da an Bra­si­len zurück­denke, läuft mir gleich das Was­ser im Munde zusam­men und von den feuch­ten Augen will ich lie­ber gar nicht anfangen.

Am Wochen­ende gab es aber auf dem Stand beim Fes­ti­val auch ein Mara­cuja zu kau­fen. Lei­der gab es nur die klei­nen, dun­kel­ro­ten Früchte, worin sich nur eine ver­schwin­dend geringe Menge an Frucht­fleisch befindet.

Egal! Für eine Summe, für die ich in Bra­si­lien das Zehn­fa­che bekom­men hätte, erstand ich drei die­ser Lecker­ein und ver­putzte sie mit gro­ßer Freude.

Fröhliches Bottlen

Das am letz­ten Wochen­ende gebraute Pils musste an die­sem Sonn­tag in Fla­schen abge­füllt wer­den. Zu die­sem Zweck ver­wan­del­ten Flo und ich unsere Küche wie­der in eine Braue­rei und bedeck­ten den Boden nach und nach mit Bier.

Am Ende schaff­ten wir es dann doch den größ­ten Teil in Fla­schen abzu­fül­len. Jetzt haben wir 59 Fla­schen mit 300ml Selbstgebrautem.

Lei­der haben wir aber ziem­lich viel her­um­ge­mantscht und ich hoffe nur, dass nicht zu viele Bak­te­rien den Weg in die Fla­schen gefun­den haben. Na, das wis­sen wir spä­tes­tens in zwei bis drei Wochen.

Festival of World Cultures 2008 in Dún Laoghaire

An die­sem Wochen­ende fand in einem klei­nen Ort süd­lich von Dub­lin ein inter­na­tio­na­les Fes­ti­val mit unzäh­li­gen Work­shops, Kon­zer­ten und Schows statt.

Es war bewölk­tes aber tro­cke­nes Wet­ter vor­aus­ge­sagt wor­den und so fuh­ren wir mor­gens mit dem Zug nach Dún Lao­g­haire und stürz­ten uns ins Getüm­mel. Lei­der kam dann aber doch reich­lich Nass von oben und wir ver­brach­ten einige Stun­den in einem Pub und einem Restau­rant um unsere Socken und Schuhe zu trocknen.

Zwi­schen­durch schlen­der­ten wir durch einen klei­nen Park mit ver­schie­de­nen Stän­den. Unter ande­rem fan­den wir dort einen Obst– und Gemü­se­stand, wo man lila Paprika ver­kaufte. Was es nicht alles gibt…

Als am frü­hen Abend dann Tiken Jah Fakoly ein Kon­zert gab, klarte es end­lich etwas auf und die weni­gen Son­nen­strah­len wur­den vom Publi­kum mit Applaus begrüßt.

Ich bin ja nicht so der Reggae-Fan aber in der gro­ßen Masse auf schlam­mi­gem Boden zu über­lau­ten Bäs­sen tan­zen, hatte schon was.

Im zügi­gen Stech­schritt lie­fen wir danach zurück zum Zug und schaff­ten es gerade noch vor der nächs­ten gro­ßen Husche ins Tro­ckene zu gelangen.

Wei­ter Fotos gibt es hier.

&K proudly produces: Pilsner">Brauerei K&K proudly produces: Pilsner

Unser Anfang Mai gebrau­tes Ame­ri­can Cream Ale neigt sich lang­sam dem Ende. Das heißt, dass wir drin­gend wie­der brauen muss­ten um nicht auf dem Tro­cke­nen zu sit­zen und auch lang­sam wie­der genug Fla­schen leer sind um das Bier abzufüllen.

Nach zähen Ver­hand­lun­gen bestell­ten wir gleich drei Bier­kits bei Art of Brewing und ent­schie­den uns am Ende das Mun­tons Gold Con­ti­nen­tal Pils­ner zu brauen.

Dies­mal bestan­den die Brau­zu­ta­ten nur aus zwei rie­si­gen prä­pa­rier­ten Malz­kon­ser­ven, die in war­mes Was­ser auf­ge­löst wer­den muss­ten. Hefe rein, umrüh­ren und schon war der Spaß wie­der vorbei.

Anschlie­ßend begann es im Bot­tich flei­ßig zu gäh­ren und zeit­wei­lig ver­brei­tete sich ein ange­neh­mer bis pene­tran­ter Geruch in der Wohnung.

Am nächs­ten Wochen­ende fül­len wir das Gesöff in Fla­schen ab. Ich hoffe nur, dass das nicht so ein Geplan­sche wird wie beim letz­ten Mal.

Random facts abour Ireland (3)

  • Oft gibt es für Kalt– und Warm­was­ser getrennte Was­ser­hähne, die ca 10cm von­ein­an­der ent­fernt ange­bracht sind. Beim Hände Waschen hat man also die Wahl zwi­schen kochend heiß und eisig kalt. Very smart.
  • Es gibt weder eine viet­na­me­si­sche, noch eine lao­ti­sche oder kam­bo­dscha­ni­sche Bot­schaft in Irland.

Weltuntergang auf irisch

RegenAn die­sem Sams­tag wurde uns mal wie­der ein Wet­ter­schau­spiel der inter­es­san­ten Art gebo­ten. Es reg­nete den gan­zen Tag abwech­selnd stark und sehr stark. Dar­auf­hin lief das Was­ser in gro­ßen Bah­nen die Stra­ßen ent­lang und die Bahn­stre­cke nach Dub­lin war zeit­wei­lig wegen Regen gesperrt.

Und dabei würde man doch den­ken, dass gerade die Iren star­ken Regen gewöhnt und vor allem dage­gen gewapp­net sind…

Von wegen Schrottland

SchottlandDer erste Mon­tag im August ist in Irland ein Fei­er­tag. Warum wis­sen nicht ein­mal die Iren bei uns im Institut.

Da es mal wie­der kos­ten­lose Flüge von Dub­lin nach Glas­gow gab, beschlos­sen Flo und ich ein lan­ges Wochen­ende in Schott­land zu verbringen.

Mit dem Miet­wa­gen ging es nach Nor­den bis auf die Insel Skye und bis zum legen­dä­ren Loss Ness. Nessi scheint wohl schüch­tern zu sein und ließ sich lei­der nicht bli­cken. Dafür hat­ten wir fast die ganze Zeit über gutes Wet­ter mit gele­gent­li­chen Wol­ken­lö­chern und wenig Nass von oben.

Am Mon­tag Nach­mit­tag tru­del­ten wir wie­der in Glas­gow ein, tra­fen uns noch auf ein Bier­chen mit Kol­le­gen und spa­zier­ten am Diens­tag wie­der ins Büro. So ein Wochen­ende ist immer viel zu schnell vorbei…

Ein paar chi­que Bil­der von der Tour gibt es hier zu bestaunen.