Chaos auf dem Weg nach Laos
Sagt man nicht immer der Weg ist das Ziel? Scheinbar wollte jemand in der vietnamesichen Botschaft in Berlin, dass unser Abenteuer bereits auf dem Flughafen beginnt. Um dies zu garantieren platziert man einfach einen kleinen Schreibfehler auf dem Visum (gültig vom 20.11.08 statt 20.10.08) und schon lässt einen die Thai Airways nicht nach Vietnam fliegen!
Genau das passierte uns. Also wir konnten den Anschlussflug nach Hanoi nicht nehmen und kamen somit erst einmal nur bis Bangkok. Da wir eh geplant hatten nach ein paar Tagen von Hanoi nach Vientiane in Laos zu fliegen, änderten wir nun kurzerhand unsere Pläne und nahmen einen Nachtbus über die Thai-Lao-Freundschaftsbrücke über den Mekong bis zur laotischen Hauptstadt. Das war auch deswegen spannend, weil dies einer der wenigen Punkte der Erde ist, wo der Übergang von Links– auf Rechtsverkehr auf einer Landgrenze liegt!
Laos macht einen sehr ruhigen und gelassenen Eindruck. Natürlich gibt es Verkehr auf den Straßen und natürlich wimmelt es im Zentrum von mehr oder minder nervigen Tuk-Tuk-Fahrern. Verstopfte Straßen oder gar Stau sucht man auf den breiten Boulevards der 350.000-Einwohner-Stadt jedoch vergeblich. Auch die Mitarbeiter der vietnamesischen Botschaft vor Ort machten einen sehr relaxten Eindruck und behoben den Schreibfehler auf dem Visum völlig unerwartet problemlos mit Tipp-Ex.
Zwei Tage später (nachdem wir uns die gefühlten 1,3 Sehenswürdigkiten der Stadt angesehen hatten) fuhren wir mit dem Bus und einem Songthaew (<–) bis nach Ban Khoun Kham. Dieses Dorf mitten in der laotischen Pampa ist nicht weiter erwähnenswert. Aber von dort aus kann man sich bis nach Tham Kong Lo durchschlagen. Das ist ein noch kleineres Dorf in mitten von Reisfeldern und wenn si
ch dort nicht eine außergewöhnliche Sandsteinhöhle befinden würde, hätte es nie ein Westler besucht. Ein Fluss hat sich Stück für Stück durch den Felsen gefressen und fliest nun durch den Berg hindurch. Die Höhle ist so groß, dass man mit einem kleinen Boot problemlos bis zur anderen Seite fahren kann.
Unsere letzte Station in Laos war dann die Stadt Pakse im Süden des Landes. In der Nähe befinden sich die Tempelruinen von Champasak (->), einige der ätesten in Laos. Weil wir noch ein wenig Zeit bis zur Weiterreise nach Kamboscha hatten, machten wir noch eine Tagestour zu den Wasserfällen des Bolaven-Plateaus.
Update: Die Photos sind nun auf Flo’s flickr-Account zu sehen.