Archiv vom Mai 2009

Grillen und Poker

Hach, bbq_09wir hat­ten sogar zwei Tage in Folge gutes Wet­ter! Da gab es kein Hal­ten mehr und mit Fleisch, Würst­chen, Sala­ten, Senf und Soßen rück­ten wir bei ein paar Kol­le­gen an um in deren Gar­ten zu grillen.

Dank der ver­schie­de­nen Her­kunft unse­rer Kol­le­gen gibt es auch immer wie­der tra­di­tio­nelle Gerichte und Getränke. Dies­mal: ech­ter Kebab.

Weil eigent­lich nie­mand nach Hause wollte, aber nie­mand mehr irgend­et­was essen konnte, wurde dann noch zwei Stun­den gemüt­lich Poker gespielt.

Alles in allem ein ruhi­ger Sonn­tag­nach­mit­tag mit Freun­den, von denen sich die meis­ten zu wenig gönnen.

Coastal Walk

coastalwalkAls der Wet­ter­be­richt für das lange Wochen­ende prima Wet­ter vor­aus­sagte, war eine kleine Wan­der­tour schnell anbe­raumt. Wenn die Sonne scheint, darf man keine Zeit verlieren!

Obwohl Mathe­ma­ti­ker, Inge­nieure und Infor­ma­ti­ker  eher den Ruf von Tages­licht scheu­en­den, Kel­lerkrea­tu­ren haben, fan­den sich doch sie­ben mutige Kol­le­gen des Hamil­ton Insti­tuts um dies­mal den Coas­tal Walk an der Küste süd­lich von Dub­lin vom Greys­to­nes zum ca sie­ben Kilo­me­ter ent­fernt gele­ge­nen Bray zu begehen.

Natür­lich sind 7 km eher ein Spa­zier­gang als eine Wan­de­rung, aber bes­ser als den Tag zu Hause oder gar im Büro zu ver­brin­gen, war das allemal!

Tandem -> Deutschkurs

So schnell kann es gehen.…

Anfang des Jah­res unt­e­hielt ich mich zufäl­lig mit einem mexi­ka­ni­schen Kol­le­gen dar­über, wie schnell man Fremd­spra­chen ver­lernt, wenn man sie nicht regel­mä­ßig benutzt. Es stellte sich her­aus, dass er viele Jahre deutsch gelernt hatte und seine Sprach­kennt­nisse lang­sam weni­ger wur­den. Wir star­te­ten also ein klei­nes Deutsch-Spanisch-Tandem und tra­fen uns zwei Mal in der Woche um uns gegen­sei­tig die Hür­den und Schön­hei­ten unse­rer Mut­ter­spra­che näher zu bringen.

Nach einer Weile bekam ein pol­ni­scher Kol­lege, der sowohl flie­ßend spna­isch als auch deutsch spricht, davon mit und kam ein­fach hinzu. Irgend­wie war immer mehr die Rede von Stef­fis Deutsch­kurs und inzwi­schen haben sich eine tür­ki­sche Kol­le­gin und ein ira­ni­scher Kol­lege dazu­ge­sellt. Also bereite ich jede Woche eine Deutsch­stunde für zwei Anfän­ger und zwei Fort­ge­schrit­tene vor und trai­niere so meine didak­ti­schen Fähigkeiten.

Ok, ich gebe Deutsch­un­ter­richt und nicht Semi­nare in Rege­lungs­tech­nik. Aber Erklä­run­gen für Dinge zu fin­den, die für mich völ­lig logisch sind, und diese ver­ständ­lich zu ver­mit­teln, übt auf jeden Fall. Aus­ge­spro­chen gut hel­fen da Erin­ne­run­gen an Kon­zepte aus Sprach­kur­sen, die ich selbst besucht habe. Außer­dem lerne ich mal wie­der viel über meine Mut­ter­spra­che. Kennt ihr zum Bei­spiel ein paar Regeln, wann wel­cher Fall benutzt wird, wisst ihr noch, was noch mal starke und schwa­che Ver­ben sind, und erin­nert ihr euch, wie das Part­zip II gebil­det wird?

Offen­sicht­lich bin ich damit noch nicht aus­ge­las­tet. Denn als ich einem argen­ti­ni­schen Freund davon erzählte, for­derte er erfolg­reich einen Pri­vat­kurs über Skype ein. Also mache ich ein mal pro Woche noch einen klei­nen Fern­kurs — aber ich kann ja mein Mate­rial aus dem Hamil­ton­kurs wei­ter benutzen.

Barcelona: grün

barcelona_d3Um unser Wochen­ende abzu­run­den erkun­de­ten wir am Mon­tag noch die Parks und Grün­flä­chen der Stadt. Natür­lich durfte da ein Besuch im Park Güell nicht feh­len. Eigent­lich war die­ses Pro­jekt von Gaudí und Güell als eine große, grüne und sehr exclu­sive Wohn­sied­lung geplant. Lei­der oder zum Glück der Tou­ris­ten wur­den aber nur zwei Häu­der gebaut und das Pro­jekt schei­terte. Die Markt­halle, der dar­über lie­gende Platz, die Haupt­treppe und das Pfört­ner­haus wur­den jedoch fer­tig gestellt und sind einen Besuch wert.

Danach erkun­de­ten wir den Mont­juïc, wan­der­ten zum Kas­tell, genos­sen den Aus­blick und schlu­gen uns schließ­lich am Olym­pia­sta­dion vor­bei bis zur Innen­stadt durch. Diese Tour ist vor allem für men­schen­scheue Tou­ris­ten geeig­net, denn zumin­dest als wir dort waren, tra­fen wir viel weni­ger Leute als an den ande­ren Sehenswürdigkeiten.

Fotos gibt es dem­nächst hier.

Barcelona: kulturell

barcelona_d2…  oder ein Gaudi mit Gaudí!

Ok, ok, ich weiß, das war wie­der 5 Euro für die Kalau­er­kasse wert, aber, ihr müsst zuge­ben, dass ich den ein­fach brin­gen musste!

Also, am Sonn­tag erkun­de­ten wir einige Kul­tu­relle Sehens­wür­dig­kei­ten Bar­ce­lo­nas — bzw genauer gesagt Gau­dís. Die­ser geniale kata­la­ni­sche Archi­tekt hatte mei­nes Erach­tens ein­fach ein Händ­chen für Gebäude, die nie­mals alt oder unmo­dern schei­nen. Wir besich­tig­ten zunächst La Ped­rera, ein Wohn– und Büro­ge­bäude von 1910. Im vier­ten Stock kann man eine Woh­nung besich­ti­gen, die im Stil die­ser Zeit ein­ge­rich­tet ist und es scheint gar nicht in die­ses immer­noch modern anmu­tende Haus hineinzupassen.

Von La Ped­rera kann man bereits die Sagra Famí­lia sehen — Gau­dís immer­noch unvoll­en­de­tes Haupt­werk. Die Kir­che ist nicht die größte der Welt, nicht die älteste, aber viel­leicht die beein­dru­ckenste und mit Sicher­heit eine der berühm­tes­ten. Bis­her sind gerade mal 50% des Meis­ter­werks fer­tig gestellt und doch scheint das Bau­werk bereits erha­ben. Schon allein bei der ein­ge­hen­den Betrach­tung der Geburts– oder Weih­nachts– und der Pas­si­ons­fas­sade kann man Stun­den ver­brin­gen und wird immer­noch viele Details über­se­hen. Eigent­lich fand ich Kir­chen fast immer ein wenig lang­wei­lig aber mit dem Audio­guide wer­den einem die Augen geöff­net. Also, falls ihr mal da seid, gebt auf jeden Fall die 4 Euro dafür aus (immer­noch bil­li­ger als dumme Wort­witze machen…)!

Barcelona: alt

barcelona_d1Um mich für mein Über­ra­schungs­wo­chen­ende auf den Aran Islands Ende Januar zu revan­chie­ren, ent­führte ich Flo­rian für ein Wochen­ende in die kata­la­ni­sche Haupt­stadt Bar­ce­lona. Am ers­ten Tag erkun­de­ten wir die Alt­stadt mit ihren vie­len klei­nen Gas­sen, Plät­zen, Kathe­dra­len und Kir­chen. Die engen Stra­ßen mit den hohen, alten Gemäu­ern laden zum unko­or­di­nier­ten Erkun­den ein und die vie­len klei­nen Bal­kons vor fast jedem Fens­ter in der Stadt schaf­fen ein irgend­wie medi­ter­ra­nes Flair.

Außer­dem schlen­der­ten wir auf der tou­ris­ti­schen Haupt­straße „Las Ram­blas“ ent­lang. Da kann man von Plas­tik­blu­men und T-Shirts über Kas­ta­gnet­ten und Haus­tier­zu­be­hör bis hin zu Vogel­ge­räu­schi­mi­tier­hil­fen alles kau­fen. Wer so wie wir mit Rya­n­air fliegt und keine freie Kapa­zi­tä­ten hat, kann aber sein Geld immer noch an Stra­ßen­künst­ler aller Art verteilen.

Eurovision 2009

250px-eurovision_song_contest_2009_logo1Ein­mal im Jahr darf jeder einen gan­zen Abend lang eine Pop-, Schla­ger– und Trash­show genie­ßen, wenn es wie­der heißt Euro­vi­sion Song Con­test. Ich mag dabei am liebs­ten die ver­rück­ten und tra­shi­gen Bei­träge, wie zum Bei­spiel das Lied der Ukraine 2007 und den Bei­trag aus Lett­land im letz­ten Jahr.

Die rest­li­chen Lie­der sind mir meist zu nor­mal, zu durch­schnitt­lich und ein­fach zu poliert. Wenn ich diese Art Musik unter­halt­sam fin­den würde, könnte ich ja gleich DSDS und co sehen. Lei­der gab es in die­sem Jahr kei­nen auf mei­ner Skala her­aus­ra­gen­den Bei­trag. Sind die viel­leicht alle im Halb­fi­nale, wel­ches ich nicht gese­hen habe, her­aus­ge­flo­gen? Haben die Künst­ler Angst vor den Juries? Na, viel­leicht wie­der im nächs­ten Jahr.

Eines Exildeutschen Traum

rinderrouladeSo sehr die gute alte Haus­manns­kost unter Deut­schen mei­nes Alters auch ver­schrie­hen und ver­hasst ist, so sehr ver­misst man sie im Aus­land, wo es mas­sen­haft ita­lie­ni­sche, chi­ne­si­sche und indi­sche Restau­rants aber keine deut­sche Gast­stätte gibt.

Wenn einem dann der Zahn tropft, muss man die erste Hürde neh­men und die Zuta­ten auf­trei­ben. (Gut, dass ich dies­mal kei­nen Quark brauchte…) Dies­mal lechz­ten wir nach Rin­der­rou­la­den und Rot­kohl. Hier seht ihr das Resul­tat. Jam, leeeecker!

DO wash your iPod Shuffle">DO wash your iPod Shuffle

ipodWer sei­nen iPod Shuf­fle so sehr liebt, wie ich den mei­nen, wird ihn auch oft benut­zen — beim Sport, beim Kochen, beim Arbei­ten usw. Lei­der blei­ben dabei auch viele Part­kel dunk­ler Fär­bung und unbe­stimm­ter Her­kunft im Gerät hängen.

Durch Zufall habe ich letz­tens mei­nen (aus­ge­schal­te­ten) iPod mit­ge­wa­schen (Baum­wolle Bunt, 30°C). Und was soll ich sagen? Er funk­tio­niert! Die Play­list ist noch drauf, alle Infor­ma­tio­nen über gehörte Stü­cke stim­men und ich bekam nicht ein­mal die kleinste Feh­ler­mel­dung. Das nenn ich mal Qua­li­täts­ar­beit! ;-)

Sonnenbrand in Stockholm

stockholmDamit die man in Irland Anfang Mai immer einen freien Tag hat, ist der erste Mon­tag im Mai ein Bank Holi­day (also frei) egal auf wel­chen Wochen­tag der 1. Mai tat­säch­lich fällt. Die­ser Umstand beschehrte uns auch in die­sem Jahr ein lan­ges Wochen­ende, was wir dank güns­ti­ger Flüge von Rya­n­air in Stock­holm verbrachten.

Die Haupt­stadt Schwe­dens zeich­net sich vor allem durch die schöne Alt­stadt, die unzäh­li­gen Museen und die vie­len klei­nen Inseln, auf der sie gele­gen ist, aus. Also ver­brach­ten wir einen Tag in den Gäss­chen der Alt­stadt auf Gam­las­tan, genos­sen die Atmo­sphäre und kamen gerade recht­zei­tig um neben der Demo anläss­lich des ers­ten Mais auch die Wach­ab­lö­sung­vor dem Reich­s­pa­last zu sehen. Für Geläch­ter sorgte, dass die Blas­ka­pelle neben vie­len Mär­schen auch ein klei­nes Abb­a­med­ley spielte. Na, die Jungs sind sicher­lich auch gelang­weilt davon, jeden Tag für die beklopp­ten Tou­ris das glei­che spie­len zu müssen.

Am Sams­tag nut­zetn wir ein Hop-on-hop-off-Boot-Ticket (oder Hiphop-Ticket, wie es eine deut­sche Tou­ris­ten so schön beti­telte :-) ) um von einer Insel zur ande­ren zu kom­men und ein wenig die Was­ser­wege Stock­holms zu erkun­den. Auf der Route lag auch das Vasa­mu­seet, was das restau­rierte Wrack der legen­dä­ren Vasa beher­bergt. Der schwe­di­sche König war von der Idee beses­sen das größte Kriegs­schiff mit zwei Kano­nen­decks zu besit­zen. Lei­der konnte die Vasa nicht genug Bal­last auf­neh­men, da sonst das untere Kano­nen­deck geflu­tet wor­den wäre und so kippte sie noch in Stock­holm auf ihrer Jung­fern­fahrt ein­fach um und sank. Eigent­lich kaum vor­stell­bar bei einer See­fah­rer­na­tion wie Schweden.

Am letz­ten Tag besuch­ten wir noch eine Foto­aus­stel­lung im Natio­nal­mu­seum, aßen schwe­di­sche Hot­dogs und spa­zier­ten über die Park­land­schaft auf Skepp­shol­men und Kas­tell­hol­men. Wäh­rend des gesam­ten Wochen­en­des strahlte die Sonne und sorgte auf unse­rer kalk­wei­ßen Haut für einen klei­nen Sonnenbrand.

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