Archiv der Kategorie 'Germany'

Eines Exildeutschen Traum

rinderrouladeSo sehr die gute alte Haus­manns­kost unter Deut­schen mei­nes Alters auch ver­schrie­hen und ver­hasst ist, so sehr ver­misst man sie im Aus­land, wo es mas­sen­haft ita­lie­ni­sche, chi­ne­si­sche und indi­sche Restau­rants aber keine deut­sche Gast­stätte gibt.

Wenn einem dann der Zahn tropft, muss man die erste Hürde neh­men und die Zuta­ten auf­trei­ben. (Gut, dass ich dies­mal kei­nen Quark brauchte…) Dies­mal lechz­ten wir nach Rin­der­rou­la­den und Rot­kohl. Hier seht ihr das Resul­tat. Jam, leeeecker!

Heimaturlaub

Da wir zu Weih­nach­ten ja nicht zu Hause waren, hol­ten wir dies mit ca zwei mona­ti­ger Ver­spä­tung Ende Februar nach. Aber auch an vier vol­len Tagen ist es irgend­wie nicht mög­lich alle Fami­li­en­mit­glie­der in Ruhe zu besu­chen. Ohne Ter­min­ka­len­der wäre es erst gar nicht durch­führ­bar — und dabei besteht meine Fami­lie gerade mal aus 10 Per­so­nen, die alle mehr oder weni­ger am sel­ben Ort leben, und 4 in Ber­lin. Wie machen das Men­schen, die neben drei Geschwis­tern auch noch 3 Tan­ten, Onkel, 7 Cou­si­nen usw. haben?

Trotz des Stres­ses ist es das aber immer wie­der wert. Wo sonst bekommt man sonst echte, leckere Döner als in Ber­lin, ver­nünf­ti­gen Scho­ko­pud­ding als beim deut­schen Aldi, den unver­gleich­li­chen Duft nach Land­wirt­schaft als in Man­gels­dorf, Haus­mans­kost als bei Oma und über­haupt lecke­res Brot als in good old Ger­many? Eben, also bis zum nächs­ten Hei­mat­be­such im Juni!

Heimatbesuch

Schon vor eini­ger Zeit hat­ten sich meine Mum und meine Oma zum Besuch in Mayn­ooth ange­me­det. (Schließ­lich muss man ja mal wis­sen, wo das Kind so wohnt! ;-) ) Sie mit uns ein schö­nes Wochen­ende in Irland bei gar nichts sehr iri­schem Wet­ter. (Nicht mal Dau­er­re­gen oder gar Nebel! Da bekommt man ja einen ganz fal­schen Eindruck…)

Am Sams­tag besich­tig­ten wir nach­mit­tags ereits alles, was man in Mayn­ooth zu sehen gibt. Am Sonn­tag fuh­ren wir dann zu dritt nach Dub­lin um uns die sym­pa­ti­sche Haupt­stadt anzu­se­hen. Dabei war ich erstaun­li­cher­weise das erste Mal ohne Flo­ria unter­wegs und schaffte es Dank Karte und Rei­se­üh­rer uns durch die Gas­sen und Stra­ßen zu loten.

Die kurz­wei­lige Zeit war lei­der viel zu schnell vor­bei. Dafür lie­ßen sie uns Unmen­gen von deut­schen Lebens­mit­teln hier: Frisch­hefe, Spe­ku­la­ti­us­ge­würz, Hirsch­horn­salz, ordent­li­che Sala­mie, Pfef­fer­minz­tee aus Omas Gar­ten und und und… Ein Jam­mer, dass sie nur Hand­ge­päck hatten!

10.10.

Was für ein Tag. Irgend­wie habe ich es geschafft mich an einem Tag im Ein­woh­ner­mel­de­amt abzu­mel­den (btw: Weiß jemand ob ich dann im nächs­ten Jahr bei der Bun­des­tags­wahl eine Stimme abge­ben darf??), mich an der Mag­de­bur­ger Uni zu exma­tri­ku­lie­ren, meine Diplom­ar­beit zu ver­tei­di­gen (Jip­pieh! Fünf Jahre des Stu­die­rens haben sich gelohnt!), Eis essen zu gehen und Bier zu trinken.

Das Fazit: Ich bin nicht mehr in Deutsch­land gemel­det, ich bin nicht mehr Stu­dent, ich bin jetzt Dipl.-Ing. und ein Kater.

Faulenzen, Nichts tun und Sauna in Seesen

In den letz­ten 19 Mona­ten war ich kaum zu Hause und habe dem­ent­spre­chend auch kaum meine Geschwis­ter gese­hen. Um mal wie­der Zeit zum quat­schen zu haben, fuhr ich also ein paar Tage zu mei­ner Schwes­ter nach See­sen und lies die Seele baumeln.

Drei Tage lang nichts pro­duk­ti­ves tun war rich­tig befrei­end. Irgend­wie schaff­ten wir es jedoch lecker zu kochen, die Saune zu besu­chen und ins Kino zu gehen. Noch eine kleine Anmer­kung: Der Film ‚Baby­lon A.D.‘ ist auch mit Vin Die­sel ein lang­wei­li­ger und in mei­nen Augen nicht sehens­wer­ter Film. Aber na gut, das kann man ja nicht vor­her wissen…

Weißt du noch damals.…

Ja.. ganze fünf Jahre bin ich nun schon aus der Schule raus. Da dach­ten sich einige ehe­ma­lige Mit­schü­ler, dass es mal wie­der Zeit für ein gesel­li­ges Bei­sam­men­sein sein. Also Klas­sen­tref­fen, das musste ja schließ­lich irgend­wann kommen…

Obwohl ich ja anfangs zuge­ge­ben nicht so begeis­tert war, dachte ich mir dann: ‚Ach wenn ich schon mal in Deutsch­land bin.‘ Und es war auch echt lus­tig. Von 100 Leu­ten aus dem Jahr­gang waren 70 ange­mel­det und 8 unan­ge­mel­det zuge­gen und spä­ter erschie­nen noch unzäh­lige Leute, die irgend­wann das Gym­na­sium früh­zei­tig ver­las­sen hatten.

Auch wenn sich die meis­ten kaum ver­än­dert haben, fal­len mir immer weni­ger Namen ein und am Ende fiel mir immer mehr auf, wie viel sich doch in den letz­ten fünf Jah­ren ver­än­dert hat. Klar, dass man es nicht schafft dann an einem Abend alles auf­zu­ho­len — schon gar nicht bei so vie­len Leu­ten. Also tra­fen wir uns am Sams­tag in klei­ner Runde zum Kaf­fee trin­ken mit anschlie­ßen­dem Spa­zier­gang durch an der Schule vor­bei. Wir wer­den alt…

Hochzeitsmarathon, Etappe 2

So schnell kann es gehen… ein Mal JA oder eben TAK gesagt und schon kann man nie wie­der im Lebens­lauf „ledig“ schrei­ben. Eben so erging es Flo­ri­ans Bru­der und sei­ner nun-Frau am 28.6. in einem klei­nen Ort mit unaus­sprech­li­chen Namen in Polen.

Obwohl die Vor­be­rei­tung sehr stres­sig war und unglaub­lich viel Zeit fraß, lohnte sich die ganze Arbei. Die Feier fand in einem klei­nen, sehr schö­nem Hotel statt, so dass man sich um Essen, Büf­fett, Tafel, Abräu­men und das lei­dige Gerenne nicht zu küm­mern brauchte. Auch das Wet­ter spielte so halb­wegs mit und es reg­nete nur kurz.

Am Sonn­tag going es dann wie­der nach Ber­lin, wo wir abends in gro­ßer Runde und mit gro­ßer Span­nung das Finale der EM ver­folg­ten. Eigent­lich mal wie­der selt­sam, dass das deut­sche Team über­haupt so weit gekom­men ist. Der Sieg der Spa­nier war aber auf jeden Fall ver­diehnt und eigent­lich war ich auch ein wenig froh, dass es so aus­ging. Sonst hät­ten wir bis 3 oder 4 Uhr mor­gens nicht schla­fen kön­nen. Am Mon­tag brachte uns Aer­Lin­gus sicher zurück nach Dub­lin. Back2work!

Sommer, Sonne, Kanu fahren

Ach, es geht doch nichts über Som­mer, Sonne und ein Wochen­ende mit Freunden!

Am Wochen­ende zwi­schen den bei­den Hoch­zei­ten (21./22.6.), orga­ni­sier­ten einige Freunde, die ich aus Mag­de­burg kenne, und ich eine kleine Pad­del­tour auf der Havel und dem Elbe-Havel-Kanal.

Genauer gesagt, ging es von Prit­zerbe über Havel und Plauer See nach Kirch­mö­ser, wo wir auf dem Gelände des Boots­hau­ses zel­te­ten. Am Sonn­tag führte uns die zweite Etappe über den Elbe-Havel-Kanal bis Gen­t­hin, wo wir ziem­lich fer­tig und spä­ter als geplant ankamen.

Das ganze ent­puppte sich am Ende als anstren­gen­der als ver­mu­tet, da uns zwei Kanu­ten am Sonn­tag mor­gen ver­lie­ßen und wir so zwei leere Boots­plätze chauf­fie­ren muss­ten. Außer­dem hersch­ten locker 30°C im Schat­ten, nur eben ohne Schat­ten und mit der zusätz­li­chen Refle­xion der Sonne im Was­ser und Gegenwind…

Hochzeitsmarathon, Etappe 1

Am Don­ners­tag lan­dete ich in in Ber­lin und machte mich auf ins Jeri­chower Land. Nach­dem am Frei­tag dann alle Zelte und Pavil­lons auf­ge­baut wor­den waren, ging der Hoch­zeits­ma­ra­thon in die erste Phase.

Es war schön meine Fami­lie mal wie­der auf einem Hau­fen zu sehen und sehr viel weni­ger Stress als ich es ver­mu­tet hatte.

Die nächs­ten zwei Wochen ver­bringe ich nun in Ber­lin und Mag­de­burg und hoffe auf gutes Wet­ter und ein gutes Spiel der deut­schen Elf heute Abend!

ACM SAC 2008 in Fortaleza, Brasilien">Eindrücke, Bemerkungen, Fragen zur ACM SAC 2008 in Fortaleza, Brasilien

  • das Essen der TAP Air Por­tu­gal auf dem Hin­flug war gewöh­nungs­be­dürf­tig, Hof­fen auf den Rückflug!
  • auf dem Frank­fur­ter Flug­ha­fen kann man nachts sehr inter­es­sante Men­schen ken­nen lernen
  • die Gates B6-9 sind mit Tep­pich ausgelegt
  • auf dem Boden schla­fen ist unter Umstän­den bes­ser als auf Stuhlreihen
  • die TAP Air Por­tu­gal hat sehr schöne Decken
  • Jet­lag bekämpft man am bes­ten mit Ausgehen
  • Son­nen­milch ist ein prima Nagellackentferner
  • bras­lia­ni­sches Bier ist immer noch genauso dünn wie letz­tes Jahr
  • man kann davon unmög­lich betrun­ken werden
  • man­che Men­schen berei­ten sich für eine inter­na­tio­nale Kon­fe­renz über­haupt nicht vor
  • das Kon­fe­renz­ho­tel Vila Galé liegt am Praia Futuro
  • Praia Futuro ist traum­haft schön und ver­gleichs­weise sauber
  • der Bus dort­hin fährt durch die Favelas/Slums
  • auf man­chen Kon­fe­ren­zen bekommt man ein T-Shirt und einen Stroh­hut geschenkt
  • Pos­ter Ses­si­ons sind manch­mal bes­ser als ihr Ruf
  • Auf­drü­cke auf Plas­tik­tü­ten lösen sich in Sonnenmilch
  • auf dem Ban­kett gab es Reis, Boh­nen und Caipirinha
  • ich mochte es
  • For­ta­leza sieht am Tag genau so ärmlich, dre­ckig und gefähr­lich aus wie nachts
  • Mais mit But­ter und Salz am Strand schmeckt hervorragend
  • Wel­len und Strö­mung sind sehr stark
  • Bra­si­lia­ner den­ken manch­mal nicht mit
  • ab und zu doch
  • man schwitzt bei 40°C abhän­gig von der Tätig­keit viel oder sehr viel
  • nein, Sen­hor, ich möchte immer noch keine Tisch­de­cke kaufen
  • nein, Sen­hor, auch kein Minia­tur­holz­boot, nein
  • die bra­si­lia­ni­sche Post ist sams­tags geschlossen
  • warum darf man auf dem Flug­ha­fen in For­ta­leza erst zwei Stun­den vor Abflug durch die Pass– und Sicherheitskontrolle?
  • ver­zö­gert das nicht unnö­tig die Abfertigung?
  • Flug­ver­spä­tun­gen sor­gen für die Soli­da­ri­li­sie­rung der Passagiere
  • das Essen auf dem Rück­flug ist eben so schlecht wie auf dem Hinflug
  • warum muss man bei Start und Lan­dung den Sitz auf­recht stellen?
  • mei­nem Ruck­sack gefällt Lis­sa­bon so sehr, dass er dort einen Zwi­schen­stopp einlegte
  • am Oster­mon­tag kann man in Deutsch­land nicht einkaufen