Archiv der Kategorie 'Germany'

Eindrücke, Bemerkungen, Fragen zur ACM SAC 2008 in Fortaleza, Brasilien

  • das Essen der TAP Air Por­tu­gal auf dem Hin­flug war gewöh­nungs­be­dürf­tig, Hof­fen auf den Rückflug!
  • auf dem Frank­fur­ter Flug­ha­fen kann man nachts sehr inter­es­sante Men­schen ken­nen lernen
  • die Gates B6-9 sind mit Tep­pich ausgelegt
  • auf dem Boden schla­fen ist unter Umstän­den bes­ser als auf Stuhlreihen
  • die TAP Air Por­tu­gal hat sehr schöne Decken
  • Jet­lag bekämpft man am bes­ten mit Ausgehen
  • Son­nen­milch ist ein prima Nagellackentferner
  • bras­lia­ni­sches Bier ist immer noch genauso dünn wie letz­tes Jahr
  • man kann davon unmög­lich betrun­ken werden
  • man­che Men­schen berei­ten sich für eine inter­na­tio­nale Kon­fe­renz über­haupt nicht vor
  • das Kon­fe­renz­ho­tel Vila Galé liegt am Praia Futuro
  • Praia Futuro ist traum­haft schön und ver­gleichs­weise sauber
  • der Bus dort­hin fährt durch die Favelas/Slums
  • auf man­chen Kon­fe­ren­zen bekommt man ein T-Shirt und einen Stroh­hut geschenkt
  • Pos­ter Ses­si­ons sind manch­mal bes­ser als ihr Ruf
  • Auf­drü­cke auf Plas­tik­tü­ten lösen sich in Sonnenmilch
  • auf dem Ban­kett gab es Reis, Boh­nen und Caipirinha
  • ich mochte es
  • For­ta­leza sieht am Tag genau so ärmlich, dre­ckig und gefähr­lich aus wie nachts
  • Mais mit But­ter und Salz am Strand schmeckt hervorragend
  • Wel­len und Strö­mung sind sehr stark
  • Bra­si­lia­ner den­ken manch­mal nicht mit
  • ab und zu doch
  • man schwitzt bei 40°C abhän­gig von der Tätig­keit viel oder sehr viel
  • nein, Sen­hor, ich möchte immer noch keine Tisch­de­cke kaufen
  • nein, Sen­hor, auch kein Minia­tur­holz­boot, nein
  • die bra­si­lia­ni­sche Post ist sams­tags geschlossen
  • warum darf man auf dem Flug­ha­fen in For­ta­leza erst zwei Stun­den vor Abflug durch die Pass– und Sicherheitskontrolle?
  • ver­zö­gert das nicht unnö­tig die Abfertigung?
  • Flug­ver­spä­tun­gen sor­gen für die Soli­da­ri­li­sie­rung der Passagiere
  • das Essen auf dem Rück­flug ist eben so schlecht wie auf dem Hinflug
  • warum muss man bei Start und Lan­dung den Sitz auf­recht stellen?
  • mei­nem Ruck­sack gefällt Lis­sa­bon so sehr, dass er dort einen Zwi­schen­stopp einlegte
  • am Oster­mon­tag kann man in Deutsch­land nicht einkaufen

Werksführung

sternAm Valen­tins­tag nahm ich end­lich an einer Werks­füh­rung im Daim­ler­werk Sin­del­fin­gen teil. Den Auf­takt machte dabei ein Wer­be­film, der mich stark an Tita­nic, Wahl­wer­be­spots oder einen Action­film erin­nerte: rasante, schnelle Schnitte, Kame­raflüge an den Gebäu­de­wän­den vor­bei, unter­malt von fet­zi­ger Musik.

Nach die­sem Film würde sich jeder gerne einen Mer­ce­des kau­fen und auch die ans­hlie­ßende Füh­rung durch Roh­bau– und Mon­ta­ge­hal­len för­der­ten die­sen Wunsch.

Schon vorbei…?

chor dach­ten sich wohl die meis­ten Sän­ger und Sän­ge­rin­nen des Uni­chors an die­sem Wochen­ende. Nach mona­te­lan­gen Pro­ben brach­ten wir am Frei­tag und Sonn­tag end­lich Schu­berts Messe in As zur Aufführung.

Das Stück dau­erte dann doch nur eine knappe Stunde und wir haben es ledig­lich zwei Mal auf­ge­führt. In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen dazu die Pro­ben­zei­ten? Ich will es lie­ber gar nicht wis­sen… Aber schön war es trotzdem!

Stuttgart von unten

Eigent­lich machte ich mich heute Nach­mit­tag auf den Weg, um zu einem Kon­zert in der Leon­hards­kir­che zu gehen. Doch das Bene­fiz­kon­zert der Vocal­gruppe Füenf aus Stutt­gart wurde wegen Krank­heit abge­sagt. Des­we­gen schreibe ich jedoch gar nicht.

Als ich an der soge­nann­ten Ves­per­kir­che ankam, stand ich in einer Menge von Men­schen, die oft­mals wohl kaum noch in tie­fere soziale Schich­ten sin­ken könn­ten. Neun Wochen  lang, bis zum 15. März, wird dort durch Spen­den sub­ven­tio­nier­tes und von vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fern zube­rei­te­tes Essen aus­ge­ge­ben. Jeder kann für nur €1,20 eine Mahl­zeit bekom­men, ob bedürf­tig oder nicht, oder sich ärzt­lich unter­su­chen lassen.

Klar, man weiß, dass es auch in einer der ver­meind­lich reichs­ten Städte in einem der ver­meind­lich reichs­ten Län­der der Erde Armut gibt. Doch mal Hand aufs Herz, wann den­ken wir wirk­lich daran? Sind wir uns des­sen so bewusst, wie wir meist vor­schnell vorgeben?

Ich will weder ankla­gen noch beschö­ni­gen. Ich gehe wohl nur von mei­nen heu­ti­gen Erleb­nis­sen aus. Ehr­lich gesagt, war ich geschockt ob des Anblicks. Obwohl ich weiß, dass es auch in Stutt­gart eine große Zahl bedürf­ti­ger Men­schen gibt, war es mir nicht bewusst. Vor allem konnte ich mir kaum vor­stel­len, dass es auch hier so viele sind, bis ich es gese­hen habe. Ich musste mir wie­der­ein­mal klar­ma­chen, dass ich in einer wohl­be­hü­te­ten und siche­ren Blase lebe.

Getroffen. Otto Dix und die Kunst des Porträts

ottodixIch gebe ja zu, dass ich von Kunst keine große Ahnung habe. Daher gehe ich nor­ma­ler­weise auch nicht in Aus­stel­lun­gen oder Galerien.

Am Mitt­woch hatte die lokale Stu­di­en­stift­ler­gruppe jedoch eine Füh­rung durch die Aus­stel­lung Getrof­fen. Otto Dix und die Kunst des Por­träts im Kunst­mu­seum Stutt­gart organisiert.

Wenn dann eine Fach­frau auf die wich­tigs­ten Details der Bil­der hin­weist und grund­le­gende Tech­ni­ken erklärt, kann ich wes­end­lich mehr von einem sol­chen Besuch mitnehmen.

Beson­ders hat mir die­ses Bild gefal­len. Otto Dix por­trä­tierte hier die Nackt­tän­ze­rin Anita Berber.

Konkurrenzmuseum

porscheNach­dem ich mir im ver­gan­ge­nen Jahr das Mercedes-Benz-Museum ange­se­hen hatte, war nun ein Besuch des Por­sche­mu­se­ums an der Reihe. Gerade wird für das neue Museum ein rie­si­ges Gebäude gebaut, der aber erst Ende 2008 fer­tig­ge­stellt sein wird.

Also konn­ten wir uns heute nur die etwa 20 Wagen im alten Museum anse­hen. Klein und fein prä­sen­tiert sich das Museum in einem eher unschein­ba­ren Gebäude am Werks­tor. Den­noch kann man einen Abste­cher wagen um sich alte Renn­au­tos anzuschauen.

Weltstadt Creglingen

creglingenParis, New York, Tokio, Ber­lin, Creg­lin­gen

In die­sem 5000-Sehlen-Dorf ver­brachte ich ein Pro­ben­wo­chen­ende mit dem Uni­chor. Von Frei­tag Abend bis Sonn­tag Nach­mit­tag san­gen wir quasi ununterbrochen.

Nagut, am Sams­tag Nach­mit­tag hat­ten wir auch eine kleine Pause, in der wir uns das Fin­ger­hut­mu­seum und die Herr­gotts­kir­che anschauen konnte. Dort befin­det sich ein berühm­ter, aus Holz geschnitz­ter Mari­en­al­tar von Til­man Rie­men­schnei­der.

Zwar konnte ich mich an die­sem Wochen­ende über­haupt nicht erho­len, aber es hat ein­fach Spaß gemacht und das Ergeb­nis kann sich durch­aus sehen bzw. hören lassen.

Audicity

Wie­der­mal ver­schlug es mich an die­sem Wochen­ende in die Audi­city Neckar­sulm. (Es ist auch Lidl­stadt und Kauf­land­city, aber das klingt nicht so gut…)

Am Sams­tag weilte ich bei einer lus­ti­gen Geburts­tags­feier. Zwar kannte ich fast nie­man­den der weit­läu­fi­gen Ver­wand– und Bekannt­schaft, aber es war nicht wei­ter tragisch.

Als der drei­jäh­rige Levin erst­mal die Angst vor mir ver­lo­ren hatte, wollte er mit mir spie­len und Geschich­ten vor­ge­le­sen bekom­men („Pinoc­chio“ und „Die Klei­der der Prin­zes­sin“ oder so), so dass mir gar nicht lang­wei­lig wer­den konnte.

Am Sonn­tag wur­den die Wan­der­schuhe dann ange­zo­gen und wir lie­fen eine gute Stunde von Neckar­sulm zur Genos­sen­schafts­kel­le­rei Heil­bronn — Erlen­bach — Weins­berg. Klar, dass diese Wan­de­rung des Gesangs­ver­eins mit einer Wein­probe enden musste. Hat­tet Ihr etwas ande­res erwartet??

Blaue Männer

bluemangroupnein, nicht betrun­ken, männ­li­che Art­ge­nos­sen sind gemeint!

Son­dern the one and only BLUE MAN GROUP! Ok, es gibt mehr als Eine…

Den­noch war die Vor­stel­lung in Ber­lin ein ech­tes Erlebnis!

Schla­gen auf Roh­ren, Fäs­sern, Trom­meln und Schlag­zeu­gen (wie lang­wei­lig ;-) ), Licht und rege Betei­li­gung des Publi­kums wur­den geboten.

Flo­rian und ich saßen in der drit­ten Reihe und beka­men neben einem tol­len Blick auch blaue Plas­tik­über­zie­her, um uns und unsere Klei­dung vor Was­ser, Farbe und her­um­flie­gen­der Bana­nen­kit­sche zu schützen.

Neckarsulm und Bad Wimpfen

Ok ok, es ist schon eine Weile her, aber am zwei­ten Adv­ent­wo­chen­ende war ich bei Ver­wan­ten in Neckarsulm.

Am Sams­tag Abend stand eine Weih­nachts­feier eines örtli­chen Gesangs­ver­ein auf dem Pro­gramm. Viel­fäl­tige Weih­nachts­lie­der, ein klei­nes Thea­ter­stück und auch das Kon­zert eines befreun­de­ten, rumä­ni­schen Cho­res, der gerade durch Deutsch­land tourte, wur­den beklatscht.

Natür­lich wur­den auch zwei Weih­nachts­märkte besucht. Der Markt in Bad Wimp­fen war wegen des schö­nen Stadt­bil­des sehr zu emp­feh­len. Nagut dage­gen kam Heil­bronn natür­lich nicht an…