Archiv der Kategorie 'Ireland'

Endlich mal Glendalough

Oglendaloughbwohl ich schon lange genug in Mayn­ooth lebe und die Wick­low Moun­tains nur einen Kat­zen­sprung ent­fernt sind, habe ich es jetzt nur dank Len­kos Besuch geschafft durch das Zwei-Seen-Tal (irish: Glen­da­lough) zu wandern.

Mit dem Miet­auto schau­kel­ten wir über die kar­gen Land­stra­ßen Irlands und kamen nach mini­ma­len Umwe­gen auf dem rich­ti­gen Park­platz im Natur­schutz­ge­biet an.

Mit Mut im Blut ent­schie­den wir uns für die längs­ten Wan­der­route, die um beide Seen herum führt und einen recht stei­len Auf­stieg beein­hal­tet. Der Aus­blick war die Mühen wert und obwohl es den gan­zen Tag nach Regen aus­sah, blieb es trocken.

Mehr Bil­der gibt es hier.

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Wäh­rend sich die Welt­elite der Rege­lungs­tech­nik auf der Ame­ri­can Con­trol Con­fe­rence traf, fuhr ich zur Irish Signals and Sys­tems Con­fe­rence nach Dub­lin. Lei­der beschäf­tigte sich ein gro­ßer Teil der Anwe­sen­den mit der Ver­ar­bei­tung von Mul­ti­me­dia­si­gna­len und traf damit nicht ganz mei­nen Nerv. Dafür hat­ten sich die Red­ner mei­nes Erach­tens bes­ser vor­be­rei­tet als ich es von der ACM SAC im letz­ten Jahr in Erin­ne­rung hatte.

Ach ja, ich durfte mal wie­der ein Pos­ter vor­be­rei­ten — ich liebe Pos­ter! Vor allem aber liebe ich die offen­sicht­li­che Nei­gung die über­zo­ge­nen Vor­trags­zei­ten mit kür­ze­ren Pos­ter­ses­si­ons aus­zu­glei­chen. Warum macht man sich über­haupt die Arbeit?

Den­noch bereue ich meine zwei Tage in Dub­lin nicht, denn die Keyno­tes waren echt klasse. Der Codie­rungs­ex­perte Simon Singh gab zum Bei­spiel einen Vor­trag zum bes­ten und hatte eine echte Enigma (mit deut­scher Beschrif­tung und Rei­ni­gungs­an­lei­tung) dabei.

Coastal Walk

coastalwalkAls der Wet­ter­be­richt für das lange Wochen­ende prima Wet­ter vor­aus­sagte, war eine kleine Wan­der­tour schnell anbe­raumt. Wenn die Sonne scheint, darf man keine Zeit verlieren!

Obwohl Mathe­ma­ti­ker, Inge­nieure und Infor­ma­ti­ker  eher den Ruf von Tages­licht scheu­en­den, Kel­lerkrea­tu­ren haben, fan­den sich doch sie­ben mutige Kol­le­gen des Hamil­ton Insti­tuts um dies­mal den Coas­tal Walk an der Küste süd­lich von Dub­lin vom Greys­to­nes zum ca sie­ben Kilo­me­ter ent­fernt gele­ge­nen Bray zu begehen.

Natür­lich sind 7 km eher ein Spa­zier­gang als eine Wan­de­rung, aber bes­ser als den Tag zu Hause oder gar im Büro zu ver­brin­gen, war das allemal!

Tandem -> Deutschkurs

So schnell kann es gehen.…

Anfang des Jah­res unt­e­hielt ich mich zufäl­lig mit einem mexi­ka­ni­schen Kol­le­gen dar­über, wie schnell man Fremd­spra­chen ver­lernt, wenn man sie nicht regel­mä­ßig benutzt. Es stellte sich her­aus, dass er viele Jahre deutsch gelernt hatte und seine Sprach­kennt­nisse lang­sam weni­ger wur­den. Wir star­te­ten also ein klei­nes Deutsch-Spanisch-Tandem und tra­fen uns zwei Mal in der Woche um uns gegen­sei­tig die Hür­den und Schön­hei­ten unse­rer Mut­ter­spra­che näher zu bringen.

Nach einer Weile bekam ein pol­ni­scher Kol­lege, der sowohl flie­ßend spna­isch als auch deutsch spricht, davon mit und kam ein­fach hinzu. Irgend­wie war immer mehr die Rede von Stef­fis Deutsch­kurs und inzwi­schen haben sich eine tür­ki­sche Kol­le­gin und ein ira­ni­scher Kol­lege dazu­ge­sellt. Also bereite ich jede Woche eine Deutsch­stunde für zwei Anfän­ger und zwei Fort­ge­schrit­tene vor und trai­niere so meine didak­ti­schen Fähigkeiten.

Ok, ich gebe Deutsch­un­ter­richt und nicht Semi­nare in Rege­lungs­tech­nik. Aber Erklä­run­gen für Dinge zu fin­den, die für mich völ­lig logisch sind, und diese ver­ständ­lich zu ver­mit­teln, übt auf jeden Fall. Aus­ge­spro­chen gut hel­fen da Erin­ne­run­gen an Kon­zepte aus Sprach­kur­sen, die ich selbst besucht habe. Außer­dem lerne ich mal wie­der viel über meine Mut­ter­spra­che. Kennt ihr zum Bei­spiel ein paar Regeln, wann wel­cher Fall benutzt wird, wisst ihr noch, was noch mal starke und schwa­che Ver­ben sind, und erin­nert ihr euch, wie das Part­zip II gebil­det wird?

Offen­sicht­lich bin ich damit noch nicht aus­ge­las­tet. Denn als ich einem argen­ti­ni­schen Freund davon erzählte, for­derte er erfolg­reich einen Pri­vat­kurs über Skype ein. Also mache ich ein mal pro Woche noch einen klei­nen Fern­kurs — aber ich kann ja mein Mate­rial aus dem Hamil­ton­kurs wei­ter benutzen.

Der Charme des unberührten Nordens

nirlObwohl Irland wirk­lich nicht zu den größ­ten Län­dern die­ser Welt zählt, gibt es immer noch genug Teile, die wir noch nicht besucht haben. Also pack­ten wir zu Ostern unsere Ruck­sä­cke, mie­te­ten ein Auto und erkun­de­ten zusam­men mit einer sehr guten Freun­din aus Öste­reich, die im letz­ten Jahr vier Monate in Mayn­ooth ver­bracht hatte, den Nor­den der Repu­blik Irland.

Von Sligo ging es am ers­ten Tag an der Küste ent­lang bis nach Dun­fa­naghy (mit­ten in der Pampa bzw Done­gal). Auf dem Weg wech­sel­ten sich Steil­küste und kleine Strände ab, durch­quer­ten wir kleine Dör­fer, in denen noch Gälisch als Mut­ter­spra­che gespro­chen wird, und erfreu­ten uns an der wil­den Schön­heit die­ses Landstriches.

Am zwei­ten Tag besuch­ten wir auf dem Weg nach Derry im poli­ti­schen Nord­ir­land die Küs­ten und Strände ent­lang des Atlan­tic Drive auf der Ros­guill Pen­in­sula und der Rund­tour Inis Eog­hain 100 auf der Ini­showen Peninsula.

Alles in allem hat­ten wir wun­der­ba­res Wet­ter mit nur wenig Regen und ein wenig Sonne, dazu die Land­schaft macht ein gelun­ge­nes Wochenende.

Mehr Bil­der gibt es wie immer hier.

And the winner is.…

Das GewinnerbildFlo­rian Knorn!

Aber von vorn: Das Inter­na­tio­nal Office der NUIM hatte Anfang des Jah­res zu einem Foto­wett­be­werb unter den inter­na­tio­na­len Stu­den­ten auf­ge­ru­fen, an dem Flo gerne teil­nahm. Als dann die große Preis­ver­lei­hung statt­fand, befand er sich aber gerade für eine Woche auf einem Work­shop in Thüringen.

Was soll’s, also musste ich wohl oder übel in edels­ter Robe zum Emp­fang, mit den Bot­schaf­tern ver­schie­de­ner Euro­päi­scher Län­der (unter ande­rem aus Deutsch­land, der 2m-Mann war leicht durch sei­nen deut­schen Akzent und den Anste­cker mit der deut­schen Flagge zu erken­nen) Cock­tails trin­ken und sei­nen Preis ent­ge­gen neh­men. Was es war? Eine wei­tere Kamera natür­lich.… *seufz*

St. Patrick’s Day 2009

st_paddy_09Obwohl ich seit fast einem Jahr in Irland lebe, erlebte ich zum ers­ten Mal den St. Patrick’s Day hier. Eigent­lich woll­ten wir mit dem Zug nach Dub­lin fah­ren um die große Parade zu sehen. Lei­der gab es aber einen Son­der­fahr­plan und der erste Zug sollte erst ca eine Stunde vor Beginn der Parade in Dub­lin ankom­men (Ver­spä­tun­gen durch über­füllte Züge noch nicht eingeschlossen).

Um aber irgend­was zu sehen, muss man min­des­tens drei Stun­den vor­her da sein. Ansons­ten sieht man hin­ter den aus Lei­tern und dicken Boh­len selbst gebau­ten Tri­bü­nen der Dub­li­ner rein gar nichts. Also beschlos­sen wir uns die viel klei­nere und dafür echt iri­sche Parade in Mayn­ooth anzu­se­hen. Jeder Ver­ein (Blas­ka­pel­len und tra­di­tio­nel­ler Tanz ein­ge­schlos­sen), jede Orga­ni­sa­tion und jede kleine Firma aus der Region, die es sich leis­ten konnte, gestall­tete einen Wagen (Motto: Haupt­sa­che grün!) um ein wenig Wer­bung an den Mann und die Frau zu bringen.

Dank des schö­nen Wet­ters und dem anschlie­ßen­den, spon­ta­nen Gril­len auf unse­rem Bal­kon ein schö­ner, freier Tag. Mehr Fotos gibt es hier.

Zuckerhut?!.. ähm, ja

Sugar Loaf

Wenn man „Sugar Loaf“ höhrt denkt man an Rio, Sonne, Strand, die große Chris­tus Sta­tue (ja, ich weiß, dass die nicht auf dem Zucker­hut steht), Cai­pi­rinha, ath­le­ti­sche junge Män­ner in Bade­ho­sen und ras­sige Frauen in Biki­nis — aber ganz sicher nicht an einen klei­nen Hügel im ewig grauen, reg­ne­ri­schen Irland.

Aus mir nicht bekann­ten Grün­den nennt sich eine Erhö­hung süd­lich von Dub­lin mit schö­nem Aus­blick auf die iri­sche Küste „Sugar Loaf“. Um zu über­prü­fen, ob diese Namens­ge­bung gerecht­fer­tigt ist, beschlos­sen 16 Kol­le­gen aus dem Hamil­ton Insti­tut ihm einen Besuch abzustatten.

Für Irland war das zwar win­dige und kühle aber tro­ckene Wet­ter als ein Glücks­fall, für Rio wäre es eine Kata­stro­phe gewe­sen. Aber wir sind nichts ande­res gewöhnt und schlu­gen uns mutig durch die iri­sche Land­schaft. Auf dem Gip­fel belohn­ten wir uns mit Whisky, Brow­nies und hei­ßem Tee.

Fots gibt es hier.

Guinness Storehouse

Bereits ein Wochen­ende nach unse­rem Deutsch­land­be­such beka­men wir Besuch von mei­nem Bru­der und sei­nem Schwie­ger­va­ter. Da wir in den letz­ten Jah­ren irgend­wie nie rich­tig Zeit hat­ten in Ruhe aus­gie­big zu quat­schen war das eine wun­der­bare Mög­lich­keit mal wie­der ein wenig aufzuholen.

Am Sams­tag mach­ten wir außer­dem einen klei­nen Stadt­rund­gang durch Dub­lin und besuch­ten die Guin­ness Brau­er­rei (bzw das Museum). Ich gebe zu, dass der satte Ein­tritts­preis von über 10€ abschreckt, aber am Ende der wirk­lich sehr gelun­ge­nen Aus­stel­lung bekommt man in der Gra­vity Bar ein fri­sches Guin­ness und kann den Aus­blick über Dub­lin genießen.

Seit neuem darf man eine Etage wei­ter unten wahl­weise auch sein eige­nes Guin­ness zap­fen, was mein Bru­der sogleich aus­pro­bierte. Durch einen Zufall wurde ihm dafür aber nicht sein Geträn­ke­gut­schein abge­nom­men und wir konn­ten ein Pint mehr als geplant trin­ken. Auf nüch­ter­nen Magen, um 2 Uhr nach­mit­tags und nach ca vier Stun­den durch die Stadt wan­deln war das aber keine so furcht­bar gute Idee…

Für Ulf

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