Archiv der Kategorie 'Miscellaneous'

Freud und Leid einer Autofahrt

_DSC8834_maxDurch das Hin­ter­land Spa­ni­ens, durch Oli­ven­haine, mit Aus­bli­cken auf alte Bur­gen und Schlös­ser, vor­bei an wei­ßen und gel­ben Bau­ern­häu­sern und durch ver­träumte Täler… da macht das Auto fah­ren Spaß.

Man lässt den Blick wan­dern, die Gedan­ken schwei­fen und ent­spannt bei der hof­fent­lich rausch– und wer­be­freien Radio­mu­sik. Herrlich!

Doch irgend­wann kommt man sei­nem Ziel unwei­ger­lich näher. Wenn die­ses Ziel der Kern einer spa­ni­schen Alt­stadt ist, tre­ten einem unter Umstän­den trotz Kli­ma­an­lage bereits mili­me­ter Große Schweiß­per­len auf die Stirn. Wenn man außer­dem ein Auto mit dem Wen­de­kreis eines Reis­bus­ses (Seat Leon) fährt, die Stadt eigent­lich nur aus Ein­bahn­stra­ßen besteht und die Hälfte derer wegen Stra­ßen­fes­ten, Mara­thon, Tri­ath­lon, Bau­stel­len oder eine Kom­bi­na­tion derer gesperrt ist, ist die Wir­kung des Deos nicht mehr mes­bar und der Urlaubs­ef­fekt in kür­zes­ter Zeit dahin.

Aber, ja, wir haben es trotz­dem hin­be­kom­men und einen Park­platz ergat­tert. Der Besuch des ara­bi­schen Bades und die Mas­sage am Abend waren ja eh schon vor­her ein­ge­plant gewesen!

Riópar Viejo und der Welt-Fluss

_DSC8824_maxAuf den Spu­ren Don Quicho­tes (ja, der Depp mit den Wind­müh­len…) schlu­gen wir uns tags dar­auf durch Castilla-La Man­cha bis nach Úbeda.

Da auf dem Weg der Fluss Welt (Rio Mundo) ent­springt und die dazu­ge­hö­ri­gen Was­ser­fälle laut unse­rem Rei­se­füh­rer „beein­dru­ckend“ sein soll­ten, lie­ßen wir uns das nicht nehmen.

Beein­dru­ckend war aber eher, wie wenig Was­ser immer­noch die Defi­ni­tion „Was­ser­fall“ recht­fer­tigt und wie besorgt und bemüht die Parkran­ger waren. Der eine emp­fahl so zu par­ken, dass man im Falle eines Wald­bran­des schnell los­fah­ren könnte und der andere erkun­digte sich, ob wir für die 5–10 Minu­ten leich­ten Fuß­weg auch was zu essen und Was­ser dabei hät­ten. Alles sehr beruhigend.

Alcalá del Júcar

_DSC8779_maxAuf dem Weg von Valen­cia nach Alba­cete wähl­ten wir am nächs­ten Tag die land­schaft­lich schöne Stre­cke durch die Berge über Alcalá del Júcar.

Es ging von einer kur­vi­gen Berg­straße zur nächs­ten durch Wein­berge, Täler und Oli­ven­haine. Alcalá del Júcar ist ein klei­ner, male­risch gele­ge­ner Ort. Lei­der erreich­ten wir das Nest genau zur Sies­ta­zeit (also zwi­schen 13 und 17 Uhr) und konn­ten  die unzäh­li­gen Sehens­wür­dig­kei­ten wie Höh­len und alte Burg nicht besichtigen.

_DSC8818_maxDafür schlen­der­ten wir ein wenig am Flüss­chen ent­lang und beob­ach­te­ten ältere Her­ren beim Plausch im Schatten.

Im Nach­hin­ein war es gar keine schlechte Idee das Ende der Siesta nicht abzu­war­ten. Dank unzäh­li­ger Bau­stel­len und noch schlech­te­ren Stra­ßen brauch­ten wir ziem­lich lange, bis wir irgend­wann in Alba­cete ankamen.

Valencia im Regen

_DSC8697_maxWenn es in Irland auf den Win­ter zugeht und man sich mit lan­gen, dunk­len und feuch­ten Mona­ten kon­fron­tiert sieht, gibt es nichts bes­se­res als einen klei­nen Abste­cher in ein son­nen­ver­wöhn­tes Land zu machen.

Freund­li­cher­weise wur­den Flos Paper bei der Posta ange­nom­men und noch schö­ner war dies, weil die Kon­fe­renz in die­sem Jahr in Valen­cia statt­fand. Also buch­ten wir kur­zer­hand für mich einen zusätz­li­chen Flug und genos­sen noch elf Tage spa­ni­sche Sonne.

Irgend­wie hatte Petrus aber was falsch ver­stan­den und so reg­nete es gleich an mei­nem ers­ten Tag in Valen­cia. Nun gut, das sind wir ja gewöhnt. Auch ohne Gum­mi­stie­fel kann man einen sol­chen Tag unbe­scha­det über­ste­hen. Das sehen die Spa­nier aller­dings offen­sicht­lich anders. Valen­cia wirkte wie aus­ge­stor­ben. Wo am Frei­tag Abend noch das Leben tobte, fand man am Sams­tag geschlos­sene Bars und Restau­rants. Gut, dass unser Hos­tel eine Küche hatte…

Die Stadt ist sonst bestimmt schön, aber men­schen­leer und grau kommt sie ein­fach nicht so gut rüber. Tja und Strand im Regen.… auch nicht so mein Ding…

Schmalz

Vege­ta­rier oder gar Vega­ner soll­ten jetzt am bes­ten nicht weiterlesen!

Dank dem Besuch mei­ner Tante kam ich mal wie­der in den Genuss von ech­tem deut­schen Misch­brot und lecke­rem ZWIEBELSCHMALZ. Was gibt es bes­se­res als eine Schmalz­bemme mit einer Prise Salz?! Da stört es auch nicht, dass Schmalz fast aus­schließ­lich aus Schwei­ne­fett bestehtt. Wer da an Kalo­rien oder die Herrstel­lung denkt, ist selbst schuld.

Also, esst mal wie­der ein lecke­res Schmalz­brot und gönnt euch eine saure Gurke! Yam.…

Ansons­ten gab es noch Frisch­hefe, die jetzt im Tief­kühl­schrank auf ihren Ein­satz war­tet. Wie leicht ich glück­lich zu machen bin.…

Grillen und Poker

Hach, bbq_09wir hat­ten sogar zwei Tage in Folge gutes Wet­ter! Da gab es kein Hal­ten mehr und mit Fleisch, Würst­chen, Sala­ten, Senf und Soßen rück­ten wir bei ein paar Kol­le­gen an um in deren Gar­ten zu grillen.

Dank der ver­schie­de­nen Her­kunft unse­rer Kol­le­gen gibt es auch immer wie­der tra­di­tio­nelle Gerichte und Getränke. Dies­mal: ech­ter Kebab.

Weil eigent­lich nie­mand nach Hause wollte, aber nie­mand mehr irgend­et­was essen konnte, wurde dann noch zwei Stun­den gemüt­lich Poker gespielt.

Alles in allem ein ruhi­ger Sonn­tag­nach­mit­tag mit Freun­den, von denen sich die meis­ten zu wenig gönnen.

Barcelona: grün

barcelona_d3Um unser Wochen­ende abzu­run­den erkun­de­ten wir am Mon­tag noch die Parks und Grün­flä­chen der Stadt. Natür­lich durfte da ein Besuch im Park Güell nicht feh­len. Eigent­lich war die­ses Pro­jekt von Gaudí und Güell als eine große, grüne und sehr exclu­sive Wohn­sied­lung geplant. Lei­der oder zum Glück der Tou­ris­ten wur­den aber nur zwei Häu­der gebaut und das Pro­jekt schei­terte. Die Markt­halle, der dar­über lie­gende Platz, die Haupt­treppe und das Pfört­ner­haus wur­den jedoch fer­tig gestellt und sind einen Besuch wert.

Danach erkun­de­ten wir den Mont­juïc, wan­der­ten zum Kas­tell, genos­sen den Aus­blick und schlu­gen uns schließ­lich am Olym­pia­sta­dion vor­bei bis zur Innen­stadt durch. Diese Tour ist vor allem für men­schen­scheue Tou­ris­ten geeig­net, denn zumin­dest als wir dort waren, tra­fen wir viel weni­ger Leute als an den ande­ren Sehenswürdigkeiten.

Fotos gibt es dem­nächst hier.

Barcelona: kulturell

barcelona_d2…  oder ein Gaudi mit Gaudí!

Ok, ok, ich weiß, das war wie­der 5 Euro für die Kalau­er­kasse wert, aber, ihr müsst zuge­ben, dass ich den ein­fach brin­gen musste!

Also, am Sonn­tag erkun­de­ten wir einige Kul­tu­relle Sehens­wür­dig­kei­ten Bar­ce­lo­nas — bzw genauer gesagt Gau­dís. Die­ser geniale kata­la­ni­sche Archi­tekt hatte mei­nes Erach­tens ein­fach ein Händ­chen für Gebäude, die nie­mals alt oder unmo­dern schei­nen. Wir besich­tig­ten zunächst La Ped­rera, ein Wohn– und Büro­ge­bäude von 1910. Im vier­ten Stock kann man eine Woh­nung besich­ti­gen, die im Stil die­ser Zeit ein­ge­rich­tet ist und es scheint gar nicht in die­ses immer­noch modern anmu­tende Haus hineinzupassen.

Von La Ped­rera kann man bereits die Sagra Famí­lia sehen — Gau­dís immer­noch unvoll­en­de­tes Haupt­werk. Die Kir­che ist nicht die größte der Welt, nicht die älteste, aber viel­leicht die beein­dru­ckenste und mit Sicher­heit eine der berühm­tes­ten. Bis­her sind gerade mal 50% des Meis­ter­werks fer­tig gestellt und doch scheint das Bau­werk bereits erha­ben. Schon allein bei der ein­ge­hen­den Betrach­tung der Geburts– oder Weih­nachts– und der Pas­si­ons­fas­sade kann man Stun­den ver­brin­gen und wird immer­noch viele Details über­se­hen. Eigent­lich fand ich Kir­chen fast immer ein wenig lang­wei­lig aber mit dem Audio­guide wer­den einem die Augen geöff­net. Also, falls ihr mal da seid, gebt auf jeden Fall die 4 Euro dafür aus (immer­noch bil­li­ger als dumme Wort­witze machen…)!

Barcelona: alt

barcelona_d1Um mich für mein Über­ra­schungs­wo­chen­ende auf den Aran Islands Ende Januar zu revan­chie­ren, ent­führte ich Flo­rian für ein Wochen­ende in die kata­la­ni­sche Haupt­stadt Bar­ce­lona. Am ers­ten Tag erkun­de­ten wir die Alt­stadt mit ihren vie­len klei­nen Gas­sen, Plät­zen, Kathe­dra­len und Kir­chen. Die engen Stra­ßen mit den hohen, alten Gemäu­ern laden zum unko­or­di­nier­ten Erkun­den ein und die vie­len klei­nen Bal­kons vor fast jedem Fens­ter in der Stadt schaf­fen ein irgend­wie medi­ter­ra­nes Flair.

Außer­dem schlen­der­ten wir auf der tou­ris­ti­schen Haupt­straße „Las Ram­blas“ ent­lang. Da kann man von Plas­tik­blu­men und T-Shirts über Kas­ta­gnet­ten und Haus­tier­zu­be­hör bis hin zu Vogel­ge­räu­schi­mi­tier­hil­fen alles kau­fen. Wer so wie wir mit Rya­n­air fliegt und keine freie Kapa­zi­tä­ten hat, kann aber sein Geld immer noch an Stra­ßen­künst­ler aller Art verteilen.

Eurovision 2009

250px-eurovision_song_contest_2009_logo1Ein­mal im Jahr darf jeder einen gan­zen Abend lang eine Pop-, Schla­ger– und Trash­show genie­ßen, wenn es wie­der heißt Euro­vi­sion Song Con­test. Ich mag dabei am liebs­ten die ver­rück­ten und tra­shi­gen Bei­träge, wie zum Bei­spiel das Lied der Ukraine 2007 und den Bei­trag aus Lett­land im letz­ten Jahr.

Die rest­li­chen Lie­der sind mir meist zu nor­mal, zu durch­schnitt­lich und ein­fach zu poliert. Wenn ich diese Art Musik unter­halt­sam fin­den würde, könnte ich ja gleich DSDS und co sehen. Lei­der gab es in die­sem Jahr kei­nen auf mei­ner Skala her­aus­ra­gen­den Bei­trag. Sind die viel­leicht alle im Halb­fi­nale, wel­ches ich nicht gese­hen habe, her­aus­ge­flo­gen? Haben die Künst­ler Angst vor den Juries? Na, viel­leicht wie­der im nächs­ten Jahr.