Archiv der Kategorie 'Miscellaneous'

Sonnenbrand in Stockholm

stockholmDamit die man in Irland Anfang Mai immer einen freien Tag hat, ist der erste Mon­tag im Mai ein Bank Holi­day (also frei) egal auf wel­chen Wochen­tag der 1. Mai tat­säch­lich fällt. Die­ser Umstand beschehrte uns auch in die­sem Jahr ein lan­ges Wochen­ende, was wir dank güns­ti­ger Flüge von Rya­n­air in Stock­holm verbrachten.

Die Haupt­stadt Schwe­dens zeich­net sich vor allem durch die schöne Alt­stadt, die unzäh­li­gen Museen und die vie­len klei­nen Inseln, auf der sie gele­gen ist, aus. Also ver­brach­ten wir einen Tag in den Gäss­chen der Alt­stadt auf Gam­las­tan, genos­sen die Atmo­sphäre und kamen gerade recht­zei­tig um neben der Demo anläss­lich des ers­ten Mais auch die Wach­ab­lö­sung­vor dem Reich­s­pa­last zu sehen. Für Geläch­ter sorgte, dass die Blas­ka­pelle neben vie­len Mär­schen auch ein klei­nes Abb­a­med­ley spielte. Na, die Jungs sind sicher­lich auch gelang­weilt davon, jeden Tag für die beklopp­ten Tou­ris das glei­che spie­len zu müssen.

Am Sams­tag nut­zetn wir ein Hop-on-hop-off-Boot-Ticket (oder Hiphop-Ticket, wie es eine deut­sche Tou­ris­ten so schön beti­telte :-) ) um von einer Insel zur ande­ren zu kom­men und ein wenig die Was­ser­wege Stock­holms zu erkun­den. Auf der Route lag auch das Vasa­mu­seet, was das restau­rierte Wrack der legen­dä­ren Vasa beher­bergt. Der schwe­di­sche König war von der Idee beses­sen das größte Kriegs­schiff mit zwei Kano­nen­decks zu besit­zen. Lei­der konnte die Vasa nicht genug Bal­last auf­neh­men, da sonst das untere Kano­nen­deck geflu­tet wor­den wäre und so kippte sie noch in Stock­holm auf ihrer Jung­fern­fahrt ein­fach um und sank. Eigent­lich kaum vor­stell­bar bei einer See­fah­rer­na­tion wie Schweden.

Am letz­ten Tag besuch­ten wir noch eine Foto­aus­stel­lung im Natio­nal­mu­seum, aßen schwe­di­sche Hot­dogs und spa­zier­ten über die Park­land­schaft auf Skepp­shol­men und Kas­tell­hol­men. Wäh­rend des gesam­ten Wochen­en­des strahlte die Sonne und sorgte auf unse­rer kalk­wei­ßen Haut für einen klei­nen Sonnenbrand.

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And the winner is.…

Das GewinnerbildFlo­rian Knorn!

Aber von vorn: Das Inter­na­tio­nal Office der NUIM hatte Anfang des Jah­res zu einem Foto­wett­be­werb unter den inter­na­tio­na­len Stu­den­ten auf­ge­ru­fen, an dem Flo gerne teil­nahm. Als dann die große Preis­ver­lei­hung statt­fand, befand er sich aber gerade für eine Woche auf einem Work­shop in Thüringen.

Was soll’s, also musste ich wohl oder übel in edels­ter Robe zum Emp­fang, mit den Bot­schaf­tern ver­schie­de­ner Euro­päi­scher Län­der (unter ande­rem aus Deutsch­land, der 2m-Mann war leicht durch sei­nen deut­schen Akzent und den Anste­cker mit der deut­schen Flagge zu erken­nen) Cock­tails trin­ken und sei­nen Preis ent­ge­gen neh­men. Was es war? Eine wei­tere Kamera natür­lich.… *seufz*

Skypen bis zum Abwinken

telefonWas wären mein Sozi­al­le­ben ohne Skype? Wie viele Kol­le­gen benutze ich Skype jeden Tag zum chat­ten und telefonieren.

Jeden Monat ver­te­le­fo­niere ich etwa zehn Euro um Fami­lie und Freunde anzu­ru­fen. Nun habe ich mich dazu durch­ge­run­gen ein Europa-Abo abzu­schlie­ßen. Damit kann ich für einen Grund­preis von ca 4,50 pro Monat so viel mit allen Fest­netz­num­mern in Europa tele­fo­nie­ren, wie ich will.

Das Beste ist aller­dings, dass im Preis eine eigene SkypeIn-Nummer ent­hal­ten ist. Jetzt habe ich also eine Jeri­chower Num­mer, auf der man mich bequem und güns­tig errei­chen kann. Das wurde aber auch echt mal Zeit!

Anti-Weihnachten

fasten_1_bm_berlin__504516gWas machen die meis­ten Men­schen zu Weih­nach­ten? Genau, sie strei­ten sich, tau­schen Geschenke aus, het­zen von einem Fami­li­en­teil zum ande­ren, essen, essen und essen.

Wir beschlos­sen in die­sem Jahr mal etwas kom­plett ande­res zu tun und haben gefas­tet. Nicht, dass wir so revo­lu­tio­när sind, aber es bot sich ein­fach an. Dank einer zu den Fest­ta­gen in der Welt ver­streu­ten Fami­lie und unver­schäm­ter Flug­preise ver­brach­ten wir die zeit zwi­schen den Jah­ren in Maynooth.

Ich wollte schon seit eini­ger Zeit gerne Fas­ten aus­pro­bie­ren und weil man dazu Zeit und Ruhe braucht, kam der kleine „Betriebs­ur­laub“ sehr gelegen.

Wäh­rend fünf Tagen ernähr­ten wir uns aus­schließ­lich von Sup­pen, Säf­ten, Tee und Was­ser. Am Ende war das Durch­hal­ten leich­ter als erwar­tet. Der Kör­per stellt um und man hat tat­säch­lich kei­nen Hunger.

Unglaub­lich toll oder gar Geist erwei­ternd war die Aktion jedoch nicht und ob wir das noch­mal machen, steht in den Ster­nen. Eines steht aller­dings fest: nicht noch ein­mal zu Weihnachten!

Heute Abend: Schuhe putzen nicht vergessen!

Erntedankfest auf amerikanisch

Erntedankfest bei EdUnser Freund Ed hatte uns am Don­ners­tag zum Thanks­gi­ving–Essen (Ern­te­dank) ein­ge­la­den. Zwar lebt er schon seit fünf Jah­ren in Irland, aber zu Thanks­gi­ving kom­men wohl bei ihm die Erin­ne­run­gen an seine Hei­mat in Penn­syl­va­nia wie­der hoch.

Also haben wir alle Trut­hahn­vor­räte in Mayn­ooth auf­ge­kauft, einen lecke­ren Kür­bis­ku­chen geba­cken, einen Zent­ner Kar­tof­feln gekocht und am Ende viel zu viel geges­sen. (Was ja irgend­wie zu erwar­ten gewe­sen war.)

Jetzt kann Ed in den nächs­ten drei Wochen Thanksgiving-Reste essen. Das ist doch auch was…

Dann und wann in Vietnam…

Zu guter Letzt führte uns unsere Reise nach Viet­nam. Schon bad merk­ten wir, dass dies ein wesent­lich tou­ris­ti­sche­rer Fle­cken Erde ist. Klar, ein wenig Aben­teu­er­stim­mung ging bei der orga­ni­sier­ten Tour zu den Cu-Chi-Tunneln (Tun­nel­sys­tem der Viet­kong in der Nähe von Saigon/Ho-Chi-Minh-Stadt) schon abhan­den. Aber das lag wohl auch an den unzäh­li­gen Tou­ris­ten und ihrem Foto­grin­sen neben B52-Kratern (Daumen-hoch– und Peace-Zeichen inclu­sive).  An der Shooting-Range, wo man für ca ein Dol­lar pro Kugel große und kleine Pis­to­len, Gewehre und sogar AK47 abfeu­ern kann, kam es uns dann schon hoch. Man bedenke, dass dies der meist bom­bar­dier­teste Fle­cken Erde ist…

Sai­gon war ok aber auch nicht gerade super toll. Es gibt zwar ein paar Sehens­wür­dig­kei­ten und inter­es­sante Museun, aber ansons­ten ist es auch nur eine große Stadt. Von dort aus ging es mit einem Bus in die Berge nach Dalat. Die Land­schaft ist sehr schön und erin­nert auch wegen des Kli­mas ein wenig an Europa. Wir mach­ten eine kleine „Easy-Rider“-Tour mit zwei Ein­hei­mi­schen und ihren Motor­rä­dern zu eini­gen Was­ser­fäl­len in der Nähe.

Von dort aus ging es wie­der mit einem Bus nach Nha Trang. Eigent­lich ist das ein belieb­ter Ort für Strand­tou­ris­ten. Zu denen zäh­len wir uns jedoch nicht und so waren wir nicht trau­rig, als wir nach gerade mal vier Stun­den Auf­ent­halt den Nacht­zug nach Danang nahmen.

Von Danang ging es mit dem Bus nach Hoi An (->). Die Stadt ist sehr alt und in sehr gutem Zustand. Nicht nur, dass die bereits beste­hen­den Häu­ser gepflegt wer­den, son­dern auch ein Bau­ver­bot für Häu­ser mit mehr als zwei Eta­gen hel­fen das beson­dere Flair zu erhal­ten. Neben eini­gen klei­nen Sehens­wür­dig­kei­ten ist Hoi An eines der Schop­ping Para­dise in Viet­nam: Lam­pen, Kla­mot­ten, Geschirr und co kann in gro­ßer Viel­falt und Menge erwor­ben werden.

Nach einem total ver­reg­ne­ten Tag in Hué und dem­ent­spre­chend einem ent­täu­schen­den Ein­druck des eins­tig mäch­ti­gen Palasts mit der ver­bo­te­nen Stadt fuh­ren wir mit einem Nacht­bus nach Hanoi. Gut, dass das die erste und letzte Fahrt mit einem Nachtbs war. Nach eini­gen Voll­brem­sun­gen und ris­kan­ten Über­hol­ma­nö­ver unse­res Kami­ka­ze­fah­rers war mir klar, dass ich dies nicht noch ein­mal tun würde.

Von Hanoi ging es gleich wei­ter zur Halong Bucht — das abso­lute High­light der Reise! End­los viele kleine Inselns, bizarre Sand­stein­for­ma­tio­nen, ver­steckte Strände, Meer, blauer Him­mel und Son­nen­schein (<-).Wir erkun­de­ten die Bucht und ihre Aus­läu­fer ganze drei Tage. Doch ich hätte locker län­ger blei­ben können.

Aber naja, die Zeit schwand und uns blie­ben nur noch wenige Tage um uns Hanoi anzu­se­hen. Zwar stand in unse­rem Reis­füh­rer, dass das Ho-Chi-Minh-Masoleum im Novem­ber geschlos­sen ist, doch wir hat­ten Glück. Das Maso­leum war offen und Flo­rian und ich sahen zum ers­ten Mal im Leben einen toten Men­schen. Die Atmo­sphäre war eine Mischung aus Gru­sel und Erhabenheit.

Update: Die Pho­tos sind nun auf Flo’s flickr-Account zu sehen.

Alles roger in Kambodscha

Nach acht Tagen der Ruhe in Laos flo­gen wir schließ­lich von Pakse nach Siem Reap. Dort erwar­tete uns eine andere Welt: volle Stra­ßen, Lärm, Meschen über Men­schen und natür­lich Tou­ris über Tou­ris und viele Men­schen, die dies für ihr Geschäfft nut­zen wollen.

Aber die beein­dru­cken­den Tem­pel­rui­nen von Ang­kor waren den Stress auf jeden Fall wert. Wir fuh­ren bereits zum Son­nen­auf­gang zum Ang­kor Wat. Lei­der sah man von der Sonne aber herz­lich wenig. Der Him­mel war völ­lig von Wol­ken ver­han­gen und bald öffnete er sich und ließ Regen fal­len — viel Regen! Durch­nässt und übel­lau­nig besich­tig­ten wir anschlie­ßend den Bayon (^). Gegen Mit­tag lich­tete sich der Him­mel etwas und unsere Kla­mot­ten began­nen lang­sam zu trock­nen. Als wir dann am spä­ten Nach­mit­tag den Son­nen­un­ter­gang beob­ach­ten woll­ten, zog es sich jedoch wie­der zu und wir fuh­ren ent­täuscht und frie­rend zurück.

Nach die­sem Pech­tag ver­wun­dert es wohl auch nie­man­den, dass wir Siem Reap mit dem Boot in Rich­tung Battambang ver­lie­ßen. Doch das Glück war uns wie­der ein­mal nicht hold und Dank des star­ken Regens sahen wir auch von der male­ri­schen Land­schaft und den schwim­men­den Dör­fern sehr wenig.

In Battambang ange­kom­men klarte es etwas auf und wir konn­ten im tro­cke­nen Zustand eine Fahrt mit dem Bamboo-Train (<-) unter­neh­men. Diese kam­bo­dscha­ni­sche Erfin­dung besteht aus zwei Ach­sen, einem Motor und einer ca 1,5x2m Sitz­flä­che aus Bambus.

Das Ganze ist des­we­gen so genial, weil man die Mini­züge bei Gegen­ver­kehr auf der ein­glei­si­gen Stre­cke ein­fach aus­ein­an­der­neh­men kann. Das leich­ter bela­dene Gefährt muss dem ande­ren den Weg frei machen.

Unser letz­ter Stopp in Kam­bo­dscha war die Haupt­stadt Phnom Penh. Die Stadt ist unglaub­lich laut, dre­ckig und voll­ge­stopft und gefiel mir daher eher nicht. Aber es gibt sehr viele inter­es­sante und trau­rige Gedenk­stät­ten und Museen, die über das Regime der Roten Khmer berichten.

Update: Die Pho­tos sind nun auf Flo’s flickr-Account zu sehen.

Chaos auf dem Weg nach Laos

Sagt man nicht immer der Weg ist das Ziel? Schein­bar wollte jemand in der viet­na­me­si­chen Bot­schaft in Ber­lin, dass unser Aben­teuer bereits auf dem Flug­ha­fen beginnt. Um dies zu garan­tie­ren plat­ziert man ein­fach einen klei­nen Schreib­feh­ler auf dem Visum (gül­tig vom 20.11.08 statt 20.10.08) und schon lässt einen die Thai Air­ways nicht nach Viet­nam fliegen!

Genau das pas­sierte uns. Also wir konn­ten den Anschluss­flug nach Hanoi nicht neh­men und kamen somit erst ein­mal nur bis Bang­kok. Da wir eh geplant hat­ten nach ein paar Tagen von Hanoi nach Vien­tiane in Laos zu flie­gen, änder­ten wir nun kur­zer­hand unsere Pläne und nah­men einen Nacht­bus über die Thai-Lao-Freundschaftsbrücke über den Mekong bis zur lao­ti­schen Haupt­stadt. Das war auch des­we­gen span­nend, weil dies einer der weni­gen Punkte der Erde ist, wo der Übergang von Links– auf Rechts­ver­kehr auf einer Land­grenze liegt!

Laos macht einen sehr ruhi­gen und gelas­se­nen Ein­druck. Natür­lich gibt es Ver­kehr auf den Stra­ßen und natür­lich wim­melt es im Zen­trum von mehr oder min­der ner­vi­gen Tuk-Tuk-Fahrern. Ver­stopfte Stra­ßen oder gar Stau sucht man auf den brei­ten Bou­le­vards der 350.000-Einwohner-Stadt jedoch ver­geb­lich. Auch die Mit­ar­bei­ter der viet­na­me­si­schen Bot­schaft vor Ort mach­ten einen sehr relax­ten Ein­druck und beho­ben den Schreib­feh­ler auf dem Visum völ­lig uner­war­tet pro­blem­los mit Tipp-Ex.

Zwei Tage spä­ter (nach­dem wir uns die gefühl­ten 1,3 Sehens­wür­dig­ki­ten der Stadt ange­se­hen hat­ten) fuh­ren wir mit dem Bus und einem Songt­haew (<–) bis nach Ban Khoun Kham. Die­ses Dorf mit­ten in der lao­ti­schen Pampa ist nicht wei­ter erwäh­nens­wert. Aber von dort aus kann man sich bis nach Tham Kong Lo durch­schla­gen. Das ist ein noch klei­ne­res Dorf in mit­ten von Reis­fel­dern und wenn sich dort nicht eine außer­ge­wöhn­li­che Sand­steinhöhle befin­den würde, hätte es nie ein West­ler besucht. Ein Fluss hat sich Stück für Stück durch den Fel­sen gefres­sen und fliest nun durch den Berg hin­durch. Die Höhle ist so groß, dass man mit einem klei­nen Boot pro­blem­los bis zur ande­ren Seite fah­ren kann.

Unsere letzte Sta­tion in Laos war dann die Stadt Pakse im Süden des Lan­des. In der Nähe befin­den sich die Tem­pel­rui­nen von Cham­pa­sak (->), einige der ätes­ten in Laos. Weil wir noch ein wenig Zeit bis zur Wei­ter­reise nach Kam­boscha hat­ten, mach­ten wir noch eine Tages­tour zu den Was­ser­fäl­len des Bolaven-Plateaus.

Update: Die Pho­tos sind nun auf Flo’s flickr-Account zu sehen.

Summertime…

Stress? Hek­tik? Abga­be­ter­mine in naher Zukunft?

Ja und?! Wenn in Irland die Sonne scheint, kann (fast) alles war­ten. Dann muss man sich ein­fach mit einem guten Buch in die Sonne set­zen und ein wenig Wärme tanken.

Zur Zeit lese ich übri­gens „Iri­sche Inspi­ra­tio­nen. Lite­ra­ri­sche Streif­züge“ von Frank T. Zum­bach. Bei einer gelun­ge­nen Zusam­men­stel­lung von iri­scher Geschichte, Lite­ra­tur und Kul­tur kann man da schon ein­mal die Zeit vergessen.

Der Som­mer wurde dann auch noch von einem kit­schig schö­nen Son­nen­un­ter­gang abge­run­det, der auch unser Wohn­zim­mer in wei­ches, war­mes Licht tauchte. *schmacht*