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Fröhliches texen

Man mag es kaum glau­ben, aber erst jetzt, an die­sem Mon­tag, habe ich begon­nen eine TeX-Datei zu erstellen!titlepage

Mit die­sem wun­der­ba­ren Pro­gramm werde ich nun meine Stu­di­en­ar­beit schrei­ben. Die Titel­seite, Inhalts­ver­zeich­nis und Kapi­telein­tei­lung ist schon fertig.

Dank eini­ger Sei­ten­um­brü­che bei Kapi­te­l­an­fän­gen und der Auf­ga­ben­stel­lung umfasst meine Stu­di­en­ar­beit sogar schon 19 Seiten.

Für die nächs­ten Wochen habe ich mir nun einen klei­nen Plan erstellt, wann ich was fer­tig haben will, um den Über­blick nicht zu verlieren.

und mal wie­der: Fro­hes Schaffen!

Table of contents

Nach einem Tref­fen mit Max, einem mei­ner Betreuer hier an der UFSC, am Mitt­woch Abend steht nun auch end­lich meine Kapi­tel­über­sicht — Table of con­t­ents also.

Jetzt, wo ich weiß, was ich in wel­che Kapi­tel schrei­ben werde, komme ich hof­fent­lich auch end­lich „in die Gänge“ und bringe etwas zu Papier.

Für Inter­es­sierte hier eine kleine Vorschau:

1. Intro­duc­tion
2. Theory and tools
3. Models and spe­ci­fi­ca­tion
4. Super­vi­sors
5. Imple­men­ta­tion
6. Conclusions

Klingt doch span­nend, oder?! Wenn ich jetzt auch noch eine genaue Über­schrift für das Ganze hätte.…

Es läuft.…

… naja, fast!

An die­sem Mitt­woch waren end­lich alle von mir end­wor­fe­nen Super­vi­sor („Reg­ler“ für mein Sys­tem, die dafür sor­gen, dass das auch nur das macht, was ich möchte) fertig.

Und was soll ich sagen? Ich bin begeis­tert! Ok, der Grei­fer schließt nicht per­fekt und mann muss die Teile selbst von einem Ort zum Ande­ren bewe­gen. Dies ist aber ein mecha­ni­sches Pro­blem des Motors und wird hof­fent­lich in den nächs­ten Tagen gelöst!

Tja, nun hoffe ich, dass es schnel­ler voran geht. Einige andere Super­vi­sor sind auf dem Papier schon fer­tig und müs­sen nun noch in das SPS-Programm gehäm­mert werden.

Und mal wie­der: Fro­hes Schaffen!

Damit es nicht langweilig wird, …

… bin ich mal wie­der umge­zo­gen. labor_neu
Das ganze Insti­tut wurde in den letz­ten Mona­ten umge­baut und erweitert.

Nun ist der größte Teil fer­tig und nahezu alle Stu­den­ten sit­zen zusam­men in zwei Groß­raum­bü­ros mit schät­zungs­weise 50 Arbeits­plät­zen, mini Fer­tig­wän­den und jede Menge Rechnern.

Es sieht so aus, als würde ich an die­sem Platz jetzt auch bis zum Ende mei­nes Auf­ent­hal­tes blei­ben. Mal sehen.

Ach ja, das Groß­raum­büro ist durch zwei Glas­tü­ren mit jeweils zwei Schlös­sern gesi­chert. Beim Schlüs­sel­dienst um die Ecke begrüßt man mich schon per Hand­schlag und bald rei­chen die Schlüs­sel­ringe für eine Halskette.

Fro­hes Schaffen!

Dummheit muss bestraft werden

Ges­tern Abend habe ich mal wie­der GROßES geleistet…

Für das Büro, in dem ich gerade bin, gibt es nur fünf Schlüs­sel, was es natür­lich siche­rer macht. Dumm nur, dass die Tür nicht mit einem Schlüs­sel abge­schlos­sen wer­den muss. Man drückt ein­fach einen Knopf von innen ein und lässt die Tür dann zufallen.

Und, genau, Ihr habt’s erra­ten: Ges­tern war ich mal wie­der die Letzte hier und habe gran­dio­ser­weise mei­nen Schlüs­sel im Büro lie­gen lassen.

Nach eini­gem Hin– und Her-telefonieren bekam ich Chris­ti­a­nos Num­mer her­aus, der aber, wie mir seine Freun­din mit­teilte, noch beim Deutsch­un­ter­richt war. Also ging ich erst­mal ein Bier trin­ken und war­tete auf sei­nen Anruf. Einige Zeit spä­ter spa­zierte er dann wegen mir noch mal zur Uni und öffnete die Tür.

Puh, also doch keine Nacht auf dem Küchen­fuß­bo­den oder im Bad. In die WG wäre ich bestimmt noch gekom­men, aber mein Zim­mer ist sepa­rat abgeschlossen.

Arbeitstreffen

Nach zwei Ver­schie­bun­gen und eini­gen tech­ni­schen Pro­ble­men fan­den sich meine bei­den Betreuer, zwei Hiwis und ich end­lich am Diens­tag zu einer Arbeits­be­spre­chung zusammen.

Zu Anfang stellte ich in einer klei­nen Prä­sen­ta­tion meine bis­he­rige Arbeit und Ergeb­nisse vor. Danach wur­den dann wei­tere Ziele abge­steckt und Auf­ga­ben verteilt.

Es geht also voran und ich hoffe mei­nen Arbeits­ei­fer bei­be­hal­ten zu kön­nen. Wäh­rend ich bis­her eine abge­speckte Ver­sion des eigent­li­chen Pro­blems nur mit den abso­lut not­wen­di­gen Sen­so­ren löste, geht es jetzt an die eigent­li­che Auf­gabe — dafür aber mit allen ver­füg­ba­ren Sensoren.

Na dann: FROHES SCHAFFEN!

Murphy schläft

Wer kennt es nicht, Mur­phys Gesetz?

„Wenn es zwei oder mehr Mög­lich­kei­ten oder Wege einer Situa­tion gibt, so tritt immer die schlech­teste ein.“

Irgend­wie scheint aber was faul zu sein, denn in den letz­ten Wochen beschränk­ten sich die Regen­tage aus­nahms­los auf lang­wei­lige Wochen­tage wäh­rend die Sams­tage mit makel­lo­sem Son­nen­schein ein­her gin­gen. Regen­tage in der Woche sind durch­aus will­kom­men, da viele Bra­si­lia­ner dann zu Hause blei­ben und die Schlan­gen an sämt­li­chen Orten der Uni dann kür­zer werden

So reg­nete es pünkt­lich am Sonn­tag und half mir brav am Schreib­tisch zu blei­ben und meine kleine Prä­sen­ta­tion für Diens­tag vorzubereiten.

Ihr seht also, ich arbeite hier auch!

Halbzeitkuchen

halbzeitkuchen Jetzt bin ich schon 87 Tage in Flo­ripa und — ihr könnt es euch sicher den­ken — es blei­ben noch genau 87 Tage an der Uni.

Einer­seits bin ich erstaunt, wenn ich über­lege, was ich in die­ser Zeit gelernt habe und meine Arbeit doch lang­sam aber sicher Früchte trägt.

Ande­rer­seits hab ich trotz­dem Beden­ken, ob ich alles bis Mitte August fer­tig bekomme. Gerade habe ich mich so halb­wegs ein­ge­lebt und schon rückt das Ende mei­nes Auf­ent­halts näher als der Beginn.

Anläss­lich die­ses klei­nen Berg­fes­tes gab es dann heute Kuchen, Fanta Traube (was für ein furcht­ba­res Zeug…) und Guaraná-Brause für alle.

Einige wenige Pho­tos könnt ihr hier sehen!

Also Prost und auf die nächs­ten gut 2000 Stun­den in Floripa!

Noch einen Schlüssel mehr…

Da das Wet­ter hier von Woche zu Woche „bes­ser“ wird, bin ich auch schon das eine oder andere Mal am Wochen­ende für einen gan­zen Tag an der Uni gewesen.

Seit­dem ich an mei­nem neuen Arbeits­platz in einem ande­ren Rech­ner­la­bor bin, ist das bis­wei­len jedoch etwas schwie­rig. Die Tür zum ent­spre­chen­den Teil des Gebäu­des wird am Sams­tag und Sonn­tag ver­schlos­sen. Um hin­ein­zu­kom­men muss man also den Wach­mann auf­su­chen und nett nachfragen.

Dumm nur, dass er immer hin­ter einem abschließt. Um wie­der her­aus­zu­kom­men, wählt man dann seine interne Tele­fon­num­mer und hofft, dass es auch ange­schlos­sen ist und er in end­li­cher Zeit ans Tele­fon geht, oder ruft aus dem Fens­ter und hofft, dass man erhört wird.

Das war nicht immer gege­ben. Um mich am Sonn­tag vor zwei Wochen zu befreien, sah ich nur noch die Mög­lich­keit, die bei­den Stifte der Flü­gel­tür zu lösen und die Tür aufzuziehen.

Das gefiel dem Wach­dienst dann gar nicht, dass man ein­fach so aus dem Gebäude kommt und nun ver­hin­dert ein Vor­hän­ge­schloss jeg­li­ches unbe­fug­tes Ausbrechen.

Bevor die Arbeits­schutz­be­wuss­ten unter Euch nun auf­schreien, kann ich Euch beru­hi­gen. Heute habe ich end­lich einen Schlüs­sel für jene Tür erhal­ten. Dann steht einem Arbeits­wo­chen­ende ja nichts mehr im Weg…

Umzug mit Hindernissen

Da das Modell mei­ner Fer­ti­gungs­ein­heit in einem ande­ren Labor steht, bin ich heute in die­ses umge­zo­gen. Dies ist also mein neue Arbeitsplatz: arbeitsplatz

Das war aber natür­lich wie­der­mal nicht so einfach

Ges­tern habe ich einen Schlüs­sel bekom­men und heute früh stellte sich her­aus, dass die­ser aber im Schloss sich nicht dre­hen ließ.

Lei­der war keine der drei Per­so­nen, die außer mir einen Schlüs­sel haben, im Insti­tut und mir blieb nicht ande­res übrig als zu war­ten. Spä­ter konnte ich dann eine zweite Kopie des Schlüs­sels anfer­ti­gen las­sen, die auch funktioniert.

Zwar sehe ich jetzt die meis­ten Leute, die ich im ande­ren Labor ken­nen­ge­lernt habe, nicht mehr jeden Tag, aber dafür habe jetzt einen fes­ten Arbeits­platz und mehr Ruhe zum Arbeiten.