Geschrieben in Miscellaneous | 14. September 2009 | Keine Kommentare »
Alicante ist bekanntlich eine große Stadt im Süden Spaniens mit vielen Touristen und Stränden. Eigentlich ein guter Ort um den Urlaub in der Sonne und in Straßencafés ausklingen zu lassen.
Leider regnete es. Damit meine ich nicht einen niedlichen Nieselregen oder vergleichbare, vernachlässigbare Wetterphänomene. Ich meine Sturzregen, Bäche von oben, einfach ganz viel Wasser in kurzer Zeit auf wenig Fläche.
Die Straßen verwandelten sich in kürzester Zeit in Wasserbahnen und wir hatten wiedereinmal Glück, dass wir rechtzeitig in unserer Unterkunft angekommen waren und dort neben zuvor eingekauften Lebensmitteln auch eine Küche vorfanden. Denn wie bereits in Valencia ist nicht der Regen an sich ein Problem (es gibt ja Jacken, Schuhe und zur Not Handtücher und Föne), sondern die Mentalität an Regentagen quasi die Bürgersteige hochzuklappen und alle Bars und Restaurants zu schließen.
Gegen Abend hatte sich das Unwetter dann wieder verzogen und wir konnten den letzten Abend wenigstens noch mit einer Piña Colada ausklingen lassen.
Geschrieben in Miscellaneous | 13. September 2009 | Keine Kommentare »
Währen wir nicht zufällig an diesem Lokal in Cartagena vorbeigekommen, wäre der Besuch dieser Hafenstadt unspektakulär, fast schon langweilig werden können.
Die Stadt bereitete sich wohl schon auf die Audi-Regatta am nächsten Tag vor oder die Bewohner hatten ob des grauen Himmels Angst vor dem drohenden Regenguss. Jedenfalls waren die Straßen so gut wie menschenleer und viele Lokale waren geschlossen.
Aber dann kamen wir an diesem Haus vorbei und konnten wenigstens herzlich lachen.
Geschrieben in Miscellaneous | 12. September 2009 | Keine Kommentare »
Nach so viel Kulturgut, Kunst und Geschichte wollten Florian und ich noch ein wenig die spanische Landschaft, die Sonne und vor allem den Strand genießen und verbrachten zwei Nächte in Alemría.
Almería selbst ist eine recht touristische Stadt mit einer schönen, alten Burg oberhalb der Stadt. Obwohl sie nach dem Besuch der Moschee in Córdoba und der Alhambra in Granada uns nicht besonders beeindruckte, so war es doch eine schöne Wanderung durch die Gassen der Altstadt zur Burg und ein schöner Ausblick auf die Stadt und das Meer.
Am nächsten Tag war dann aber endlich Strand angesagt und Flo und ich genossen Meer und Sonne in Cabo de Gata. Dieses Naturschutzgebiet kann mit vielen verhätnismäßig einsamen Stränden und Buchten aufwarten.
Leider ist der Sandstrand eher grau als weiß oder gelb und die Vegetation wegen der Trockenheit im September ausgetrocknet und größtenteils braun. Dennoch war es schön, endlich ein wenig Sonne zu tanken und dem Rauschen der Wellen zu lauschen.
Geschrieben in Miscellaneous | 11. September 2009 | Keine Kommentare »
In vielen spanischen Bars ist es üblich mit einem Bier oder Glas Wein auch einen kleinen Teller mit einer tapa (kleiner Snack) zu bekommen. In einigen Lokalen kann man sich die Tapas aus einem Menu auswählen, in anderen Bars und Kneipen muss man nehmen, was man bekommt.
Wenn man also sowohl Hunger als auch Durst hat, kann man sich prima mit diesen tapas ernähren und nebenbei viele kleine, abwechslungsreiche Leckerein der Region genießen.
Leider muss man aber auch ein Getränk pro tapa trinken, was sich je nach Hunger schlecht auf Gehirn und Leber auswirkt. Schwangere, Kinder un trockene Alkoholiker dürfen übrigens auch ein Wasser, Saft oder Brause zur tapa genießen — Glück gehabt!
Geschrieben in Miscellaneous | 10. September 2009 | Keine Kommentare »
Laut Wikipedia ist die Alhambra in Granada das meistbesuchte Monument in Europa - also vor Tower Bridge, Eifelturm, Brandenburger Tor, Akropolis, Kolosseum und der Klosterkirche Jerichow?!?!
Weil es wegen der Besucherströme nicht zu jeder Zeit möglich ist einfach am Eingang aufzukreuzen und die Bauten und Gärten zu besuchen, verbrachten wir den ersten Tag zunächst in den Gassen Granadas und genossen unter anderem den Sonnenuntergang über der Stadt mit Blick auf die Alhambra.
Um die Alhambra zu besichtigen kann man Tickets im Internet, bei Reisebüros oder an der Kasse vorbestellen. Auf jedem Ticket ist außerdem vermerkt, in welchem 30-Minuten-Zeitfenster man berechtigt ist die beliebtesten Teile der Anlage (Palacios Nazaries) zu besichtigen und ob man den Rest vormittags oder nachmittags besuchen kann. Mindestens ca. 2000 Tickets sind jedoch täglich morgens an der Kasse zu erwerben.
Weil Florian und ich uns zu spät um Tickets gekümmert hatten, mussten wir um 6 Uhr im dunkeln aufstehen um ab um 7 Uhr anzustehen. Ok, wenn wir um 7:45 oder 8 Uhr da gewesen wären, hätte es wahrscheinlich auch ausgereicht, aber zumindest die Mitarbeiter in unserer Unterkunft und unser Reiseführer hatten uns 7 Uhr empfohlen. Na, besser als umgekehrt.
So bekamen wir Tickets für den ersten Einlass in die Palacios Nazaries um 8:30 und konnten die Schönheit der Anlage noch ohne Horden von Touristen genießen.
Wiedermal war ich von der unvergleichlichen Schönheit und Schlichtheit der unzähligen Ornamente, Muster und Verzierungen fasziniert. Obwohl in vielen Räumen kein Quadratzentimeter Stein unbehauen oder unverziert ist, wirkt es niemals überladen.
Die Gärten sind sehr schön angelegt, werden offensichtlich gut gepflegt und ihnen verlaufen sich die Besucher ziemlich gut. So kann man immernoch ein wenig von der Bedeutung dieses Ortes spüren. Wenn man einen Moment innerhält und die Gedanken schweifen lässt, kann man sich schon fast zurück in die Zeit versetzen als die Anlage in ihrer Blüte stand.
Geschrieben in Miscellaneous | 9. September 2009 | Keine Kommentare »
Der Süden Spaniens war bekanntlich lange von Arabern besetzt/beherrscht und diese hinterließen natürlich neben ihrer Kultur auch viele Bauwerke wie zum Beispiel die große Moschee in Córdoba. Bereits die Fassade lässt vermuten, dass es innen nicht nur angenehm schattig und kühl sein muss, sondern, dass einen hier eine ganz andere Architektur als die der christlichen Welt erwartet.
Von einem Orangengarten (wo alle Früchte von Touristen ergaunert werden, sobald es der Reifegrad der Früchte zulässt) aus gelangt man dann in eine tatsächlich kühle, dunkle Halle mit unzähligen Säulen, die oben in rot-weißen Bögen zusammen laufen. Allein durch seine Schlichtheit strahlt der Ort (Trotz der Touristen) eine Ruhe, Beständigkeit und Schönheit aus.
Wirklich schade aus meiner persönlichen architektonischen und ästhetischen Sicht ist, dass die Spanier Córdoba zurück eroberten. Ihnen fiel nämlich nichts besseres ein, als mitten in die Moschee eine prunkvolle, meines Erachtens überladene, christliche Kirche bzw Kathedrale zu setzen. Auch wenn ich selbst Christin bin, empfand ich den Anblick als unverzeihlichen Fauxpas der Architekturgeschichte — meine Meinung.
Geschrieben in Miscellaneous | 8. September 2009 | Keine Kommentare »
Durch das Hinterland Spaniens, durch Olivenhaine, mit Ausblicken auf alte Burgen und Schlösser, vorbei an weißen und gelben Bauernhäusern und durch verträumte Täler… da macht das Auto fahren Spaß.
Man lässt den Blick wandern, die Gedanken schweifen und entspannt bei der hoffentlich rausch– und werbefreien Radiomusik. Herrlich!
Doch irgendwann kommt man seinem Ziel unweigerlich näher. Wenn dieses Ziel der Kern einer spanischen Altstadt ist, treten einem unter Umständen trotz Klimaanlage bereits milimeter Große Schweißperlen auf die Stirn. Wenn man außerdem ein Auto mit dem Wendekreis eines Reisbusses (Seat Leon) fährt, die Stadt eigentlich nur aus Einbahnstraßen besteht und die Hälfte derer wegen Straßenfesten, Marathon, Triathlon, Baustellen oder eine Kombination derer gesperrt ist, ist die Wirkung des Deos nicht mehr mesbar und der Urlaubseffekt in kürzester Zeit dahin.
Aber, ja, wir haben es trotzdem hinbekommen und einen Parkplatz ergattert. Der Besuch des arabischen Bades und die Massage am Abend waren ja eh schon vorher eingeplant gewesen!
Geschrieben in Miscellaneous | 7. September 2009 | Keine Kommentare »
Auf den Spuren Don Quichotes (ja, der Depp mit den Windmühlen…) schlugen wir uns tags darauf durch Castilla-La Mancha bis nach Úbeda.
Da auf dem Weg der Fluss Welt (Rio Mundo) entspringt und die dazugehörigen Wasserfälle laut unserem Reiseführer „beeindruckend“ sein sollten, ließen wir uns das nicht nehmen.
Beeindruckend war aber eher, wie wenig Wasser immernoch die Definition „Wasserfall“ rechtfertigt und wie besorgt und bemüht die Parkranger waren. Der eine empfahl so zu parken, dass man im Falle eines Waldbrandes schnell losfahren könnte und der andere erkundigte sich, ob wir für die 5–10 Minuten leichten Fußweg auch was zu essen und Wasser dabei hätten. Alles sehr beruhigend.
Geschrieben in Miscellaneous | 6. September 2009 | Keine Kommentare »
Auf dem Weg von Valencia nach Albacete wählten wir am nächsten Tag die landschaftlich schöne Strecke durch die Berge über Alcalá del Júcar.
Es ging von einer kurvigen Bergstraße zur nächsten durch Weinberge, Täler und Olivenhaine. Alcalá del Júcar ist ein kleiner, malerisch gelegener Ort. Leider erreichten wir das Nest genau zur Siestazeit (also zwischen 13 und 17 Uhr) und konnten die unzähligen Sehenswürdigkeiten wie Höhlen und alte Burg nicht besichtigen.
Dafür schlenderten wir ein wenig am Flüsschen entlang und beobachteten ältere Herren beim Plausch im Schatten.
Im Nachhinein war es gar keine schlechte Idee das Ende der Siesta nicht abzuwarten. Dank unzähliger Baustellen und noch schlechteren Straßen brauchten wir ziemlich lange, bis wir irgendwann in Albacete ankamen.
Geschrieben in Miscellaneous | 5. September 2009 | Keine Kommentare »
Wenn es in Irland auf den Winter zugeht und man sich mit langen, dunklen und feuchten Monaten konfrontiert sieht, gibt es nichts besseres als einen kleinen Abstecher in ein sonnenverwöhntes Land zu machen.
Freundlicherweise wurden Flos Paper bei der Posta angenommen und noch schöner war dies, weil die Konferenz in diesem Jahr in Valencia stattfand. Also buchten wir kurzerhand für mich einen zusätzlichen Flug und genossen noch elf Tage spanische Sonne.
Irgendwie hatte Petrus aber was falsch verstanden und so regnete es gleich an meinem ersten Tag in Valencia. Nun gut, das sind wir ja gewöhnt. Auch ohne Gummistiefel kann man einen solchen Tag unbeschadet überstehen. Das sehen die Spanier allerdings offensichtlich anders. Valencia wirkte wie ausgestorben. Wo am Freitag Abend noch das Leben tobte, fand man am Samstag geschlossene Bars und Restaurants. Gut, dass unser Hostel eine Küche hatte…
Die Stadt ist sonst bestimmt schön, aber menschenleer und grau kommt sie einfach nicht so gut rüber. Tja und Strand im Regen.… auch nicht so mein Ding…