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Gebrannte Mandeln

Noch ganz im Rausch der Wie­ner Weih­nachts­märkte konn­ten Flo­rian und ich ein­fach nicht akzep­tie­ren, dass gebrannte Man­deln hier nicht so ein­fach zu haben sind. Nach kur­zer Recher­che fan­den wir einige Rezepte und leg­ten mutig los:

  1. Man braucht pro 100g Man­deln (ganz, unge­schält), 50-100g Zucker (Menge und Art des Zuckers je nach Geschmack. Wie haben 50g Zucker braun und weiß gemischt ver­wen­det.), 100ml Was­ser und je nach Vor­lie­ben Zimt, Vanil­lin­zu­cker oder Oran­gen– und Zitronenschale.
  2. Alles in einer beschich­te­ten Pfanne bei vol­ler Hitze zum Kochen brin­gen und so lange unter rüh­ren kochen las­sen, bis das gesamte Was­ser ver­dampft ist und nur noch die Man­deln in der brö­se­li­gen Zucker­masse übrig sind.
  3. Dann bei mitt­lere Hitze so lange alles stän­dig umrüh­ren bis der Zucker kara­mel­li­siert ist und an den Man­deln haf­ten bleibt. Die Man­deln begin­nen dann auch zu knacken.
  4. Alles aus der Pfanne auf ein gefet­te­tes Blech schüt­ten und die Man­deln schnell ver­tei­len, damit sie nicht anein­an­der kleben.

Die ganze Pro­ze­dur geht irgend­wann ziem­lich auf die Arm­mus­keln aber der Geruch, der sich in der Woh­nung ver­brei­tet, lässt alle Mus­kel­schmer­zen ver­ges­sen. Ein Päck­chen Man­deln ist auch ein tol­les Weih­nachts­ge­schenk, fan­den wir und haben gleich noch ein paar Tüten aus Geschenk­pa­pier gebastelt.

Die Pfanne hat es übri­gens gut über­stan­den, auch wenn man deut­lich sieht, dass die Beschich­tung gelit­ten hat. Am bes­ten also eine alte oder bil­lige Pfanne benut­zen. Bitte nicht ver­su­chen am Ende die Zucker­reste abzu­krat­zen son­dern ein­fach die Pfanne mit Was­ser fül­len und noch ein­mal leicht erwär­men. Dann löst sich der Zucker und es ist zumin­dest nicht alles ruiniert!

PS: Es grüßt die neue Waschmaschine!

Wien am Wochenende

Zu Flo­ri­ans Geburts­tag orga­ni­sierte ich uns in die­sem Jahr ein ver­län­ger­tes Wochen­ende bei unse­ren Freun­den in Wien. Da wir beide noch nicht da waren, bot das also nicht nur eine Mög­lich­keit end­lich unsere Freunde ein­mal wie­der zu sehen, son­dern auch die Stadt anzu­se­hen. Wir konn­ten auch bei unse­ren Freun­den über­nach­ten, kochen und abhän­gen, was die Zeit nicht nur ein­fa­cher und Stress freier son­dern auch schö­ner machte. Danke noch einmal!

Und was soll ich sagen, nicht nur die Bewoh­ner der Stadt son­dern auch Wien an sich sind lie­bens­wür­dig und mehr als einen Besuch wert. Zwar haben wir sicher­lich nicht jedes tou­ris­ti­sche Ziel abge­ar­bei­tet aber in den vier Tagen waren wir immer­hin baden, im Zen­trum, im Ste­phans­dom, auf dem Kah­len­berg, in Schön­brunn und auf drei Weihnachtsmärkten.

Das ein­zige Pro­blem war, dass Sophie sich rigo­ros wei­gerte auch nur 5 Meter selbst zu lau­fen und wir sie somit immerzu tra­gen muss­ten. So lang­sam wird sie wirk­lich schwer! (Da sie jetzt 2 Jahre ist, kann man nicht mehr so ein­fach einen Kin­der­wa­gen mit­neh­men.) Am letz­ten Tag wurde sie dann auch noch krank und dadurch auch nicht eben glück­li­cher. Aber heute haben wir bemerkt, dass die letz­ten Backen­zähne durch­bre­chen und haben jetzt wenigs­tens eine Erklä­rung. Das macht es doch schon irgend­wie besser!

Pleiten, Pech und Pannen

Hach ja, am Mon­tag schick­ten wir mor­gens unsere Kün­di­gung für die Woh­nung ab. Pünkt­lich zur Mit­tags­zeit gab unsere Wasch­ma­schine den Geist auf und zer­legte sich intern selbst. Die Bar­ren in der Trom­mel, die hel­fen sol­len die Wäsche zu dre­hen und zu wen­den, lös­ten sich und die Metall­split­ter hin­ter­lie­ßen einen silb­rig glän­zen­den Belag auf unse­rer Wäsche. Wenn man sie nicht bräuchte, könnte man sie direkt als Weih­nachts­de­ko­ra­tion wie­der ver­wen­den! Ob wir nun im letz­ten Monat in Mayn­ooth noch eine neue Maschine von unse­rem Ver­mie­ter bekom­men, ist frag­lich. Aber gut, dass Freunde mit einer funk­tio­nie­ren­den Maschine gleich nebenan wohnen.

Am Diens­tag ging dann am mor­gen mein Rech­ner kaputt. Erst sah es so aus, als ob er sich nur auf­ge­han­gen hatte, doch Neu­star­ten wollte er dann doch nicht mehr. Gott sei Dank beka­men wir jedoch her­aus, dass es nicht die Platte selbst son­dern das Kabel, wel­ches die Platte ver­bin­det, kaputt ist, bevor wir die Platte for­ma­tier­ten. Also wurde ein neues Kabel bestellt und bis zu des­sen Ankunft benutze ich mein gutes altes MacBook.

Unsere Spül­ma­schine läuft gerade. Ich habe fast ein wenig Angst nach­zu­se­hen, ob sie auch kaputt ist.…

Immer Mitte Oktober

Wann sind immer die Cha­os­tage? Wer das nicht kennt, das sind „Ver­an­stal­tun­gen“, wel­che alle paar Jahre in einer gro­ßen deut­schen Stadt statt­fin­den. Nach mei­ner per­sön­li­chen Erin­ne­rung und Ein­schät­zung geht es dabei darum beson­ders viel zu ver­wüs­ten und ein Groß­auf­ge­bot der Poli­zei zu beschäf­ti­gen — also Chaos machen. War das nicht so?

Wie auch immer, Anfang Okto­ber wird lang­sam zu mei­nen per­sön­li­chen Cha­os­ta­gen. Als ers­tes hat­ten wir Besuch von Flo­ri­ans Bru­der, sei­ner Frau und ihren sieben-monatigen Sohn. Das war noch gar nicht chao­tisch und ein­fach nur schön. Wir hat­ten mal wie­der alle Zeit zu quat­schen und die bei­den klei­nen hat­ten Zeit sich ein wenig zu beschnup­pern. (Viel­leicht schaf­fen wir es auch end­lich mal einige Fotos davon auf Sophies Blog zu stellen?!)

Danach flog ich dann spon­tan und ein wenig Hals über Kopf nach Deutsch­land zur Fami­lie und ver­brachte eine Woche in der Hei­mat. Das war anstren­gend und ging irgend­wann an meine Kräfte, weil es nicht nur phy­sisch (die kom­plette Pflege von Sophie (über 8kg) ist allein für eine Woche echt anstren­gend) son­dern auch psy­chisch anstren­gend war.

Naja, das ging auch vor­bei und am letz­ten Don­ners­tag erreich­ten wir Mayn­ooth wie­der sicher und tro­cken. Am Frei­tag gin­gen dann die Hals­schmer­zen los und am Sams­tag hatte ich bereits eine wun­der­bare Man­del­ent­zün­dung, wel­che vom Arzt mit zwei Anti­bio­tika und zwei Schmerz­mit­teln behan­delt wurde. Pflicht­be­wusst nahm ich erst ein­mal alles wie ver­schrie­ben ein und spürte auch schon bald keine Schmer­zen mehr. Dafür war ich nach weni­gen Stun­den total zuge­dröhnt und mein Magen kapi­tu­lierte. Es war groß­ar­tig. Ges­tern waren die Man­deln dann schon wie­der in bes­ter Ord­nung und ich musste mich nur noch von den Neben­wir­kun­gen der Medi­ka­mente erho­len. Fazit: zu dem Arzt geh ich kein zwei­tes Mal.

Am Don­ners­tag (Über­mor­gen) gibt es ein wei­te­res aber viel­leicht letz­tes Mal für die­ses Jahr Besuch. Meine Schwä­ge­rin und meine Nichte kom­men uns für ein ver­län­ger­tes Wochen­ende besuchen.

Achja, Sophie hatte auch irgend­wann Geburts­tag. Durch die Deutsch­land­reise und die Krank­heit konn­ten wir den lei­der nicht so rich­tig fei­ern. Hof­fent­lich kom­men wir jetzt am Wochen­ende dazu!

Wisst ihr wor­auf ich mich aber am aller aller aller meis­ten freue? Auf meine Ruhe danach…

Hallo? Bist du noch da?

*räus­per* Hallo? Letz­ter Leser, bist du noch da? *räus­per* Ja, ich weiß, die­ser Blog wurde sehr ver­nach­läs­sigt und es gibt keine Ent­schul­di­gung dafür. Ein Kind zu bekom­men heißt nicht von der Bild­flä­che ver­schwin­den zu müssen.

Ich will mich jetzt bes­sern, ganz ehr­lich! Ich geb mir jetzt ganz dolle Mühe, wirk­lich! Liest du jetzt wie­der wei­ter? Bitte bitte! *schniiiiiiief* *wink* *schniiiiiiiiiief* *drück* *wink*

Where is my vote?!

Ehr­lich gesagt weiß ich nicht so recht, ob ich euch diese Geschichte hier erzäh­len soll. Bevor ich also beginne, möchte ich klar stel­len, dass ich kei­nes­wegs irgend­je­man­den ankla­gen oder dif­fa­mie­ren möchte. Die ganze Sache finde ich jedoch nicht nur der­ma­ßen skur­ril, dass ich sie gerne mit euch tei­len möchte, son­dern ist auch mit einem mir wich­ti­gen, per­sön­li­chen Anlie­gen ver­bun­den. hjh

Jetzt aber: Wie ich bereits im Juni in Bezug auf die Euro­pa­wahl erwähnt hatte, muss man sich als Aus­lands­deut­scher für die Teil­nahme bei der Bun­des­tags­wahl in ein Wäh­ler­ver­zeich­nis ein­tra­gen. Den erfor­der­li­chen Antrag habe ich also aus­ge­füllt und zusam­men mit dem Antrag für die Euro­pa­wahl im März bei mei­ner zustän­di­gen Mel­de­be­hörde abgegeben.

Nach­dem ich Flo­rian damit lange genug auf die Ner­ven gegan­gen war, füllte auch er sei­nen Antrag end­lich aus und schickte ihn im August ein. Als wir dann aus Spa­nien zurück kamen, erwar­te­ten uns Flo­ri­ans Wahl­un­ter­la­gen in unse­rem Brief­kas­ten. (Neben­bei: Er bekam sogar Unter­la­gen für Bür­ger­meis­ter– und Land­tags­wahl, was ich nicht ganz nach­voll­zie­hen kann.)

Ich war­tete wei­ter­hin auf ent­spre­chende Post für mich und wurde lang­sam unru­hig. Schließ­lich muss man die Unter­la­gen so zurück schi­cken, dass sie spä­tes­tens am Wahl­sonn­tag bis 18 Uhr ankom­men. Als ich am Mitt­woch immer­noch keine Post hatte, war mir klar, dass ich die Unter­la­gen — wenn sie denn noch kämen -  kei­nes­falls recht­zei­tig zurück schi­cken könnte. Selbst im bes­ten Fall braucht die Post zwei Tage um in Deutsch­land anzukommen.

Ich ging davon aus, dass viel­leicht meine Namens­än­de­rung einen neuen Antrag erfor­dert hätte oder die Post mei­nen Brief ein­fach ver­schlampt hatte. Den­noch war ich neu­gie­rig und schrieb ges­tern Abend eine Email an die Behörde. Ehr­lich über­rascht war ich, als ich heute Vor­mit­tag dann  bei einem Gespräch mit einer der Mit­ar­bei­te­rin­nen erfuhr, dass meine Unter­la­gen in einem der Büros lagen und ver­ges­sen wor­den waren.

Das Wahl­recht ist ein wich­ti­ges und geschätz­tes Gut der Demo­kra­tie und so bot man mir an, die Unter­la­gen auf Kos­ten der Behörde per Express­zu­stel­lung inner­halb jeweils 24 Stun­den hin und zurück zu schi­cken oder, falls dies nicht mög­lich sein sollte, einen Mit­ar­bei­ter per­sön­lich mit den Unter­la­gen her und wie­der zurück flie­gen zu lassen.

Schnell war klar, dass die Express­zu­stel­lungs­lö­sung nicht mög­lich ist, weil ich mor­gen den kom­plet­ten Tag im Kran­ken­haus in Dub­lin ver­brin­gen darf und höchst wahr­schein­lich meine Unter­la­gen nicht recht­zei­tig bis 16 Uhr 30 zurück schi­cken kann. Was danach raus­geht, kommt selbst mit UPS erst am Mon­tag an, weil sie sonn­tags nicht zustel­len. Lei­der sieht das deut­sche Wahl­recht auch nicht vor in einer deut­schen Bot­schaft zu wäh­len, was ich tele­fo­nisch in Dub­lin herausfand.

Es blieb also nur die Mög­lich­keit, dass ent­we­der Flo­rian meine Unter­schrift fälscht, für mich das Kreuz macht und mor­gen alles recht­zei­tig zurück schickt oder dass tat­säch­lich jemand per­sön­lich aus Deutschand zu mir kommt. (Ich selbst darf nicht mehr flie­gen.) Wie mir die Dame in der Bot­schaft ver­si­cherte, ist dies immer­noch güns­ti­ger für den deut­schen Steu­er­zah­ler, als wenn ich den Staat wegen Mani­pu­la­tion oder Unre­gel­mä­ßig­kei­ten anzeige. Von Seite der deut­schen Behörde wurde mir außer­dem ver­si­chert, dass die anfal­len­den Mehr­kos­ten immer­noch gering im Ver­gleich mit den ‚unge­nutz­ten‘ Kos­ten sind, die für die vie­len Nicht­wäh­ler in Deutsch­land auf­ge­wandt werden.

Nach eini­gem Über­le­gen habe ich mich dazu ent­schie­den unter die­sen Umstän­den von mei­nem Wahl­recht bei die­ser Bun­des­tags­wahl nicht gebrauch zu machen. Die anfal­len­den Kos­ten für den Steu­er­zah­ler und die CO2-Emission kann ich nicht mit mei­nem Gewis­sen ver­ein­ba­ren. (Noch­mal zum Mit­schrei­ben, falls jemand da was falsch ver­stan­den hat: Das war meine freie Ent­schei­dung und ich hätte wäh­len können.)

Ich bin jedoch abso­lut beein­druckt, wie wich­tig, gera­dezu hei­lig, das Wahl­recht in Deutsch­land ist, dass sogar sol­che Lösungs­mög­lich­kei­ten in Betracht gezo­gen und ohne Zwei­fel durch­ge­zo­gen wor­den wären, falls ich dies gewünscht hätte.

Jetzt also zu mei­nem Anlie­gen: Ich bitte DICH, lie­ber Leser, ja genau DICH zu wäh­len. Ich weiß, dich inter­es­siert Poli­tik eigent­lich nicht, du denkst, alle machen so wie so alles glei­che und eine Stimme ist doch eh ver­nach­läs­sig­bar. Geh trotz­dem wäh­len, und wenn es nur für mich ist. Was du wählst, kann und darf ich natür­lich nicht vor­schrei­ben, weil wir ja Wert auf eine geheime und freie Wahl legen. Geh trotz­dem wäh­len und schau zur Not vor­her auf www.wahl-o-mat.de vor­bei. Ich erwün­sche erwarte ein­fach ein gewis­ses Maß an Soli­da­ri­tät von mei­nen Lesern. Danke!

Stollensünde

_IMG_0105_maxJedes Jahr ärgere ich mich dar­über, dass es Mitte Sep­tem­ber bereits Weih­nachts­ge­bäck zu kau­fen gibt und schimpfe wie ein Rohr­spatz über die Voll­idio­ten, die den Sch*** auch noch kaufen.

Tja, was soll ich sagen… Ich gestehe… Ja, ich war’s… Ich konnte nicht wider­ste­hen… Es hat mich ein­fach über­kom­men! Ich wollte es gar nicht, ehr­lich! Hor­mone und so, ihr wisst schon.…

P.S.: Aber ehr­lich, es war soooooo lecker…!

P.P.S.: Weiß jemand, ab wann es Leb­ku­chen gibt.…?

Namenszirkus

Wer im Aus­land lebt und sich außer­dem mit einer frem­den Lan­des­spra­che kon­fron­tiert sieht, muss sich daran gewöh­nen, dass der eigene Name nicht sehr üblich oder gar unbe­kannt ist. So weit so gut, damit kann ich leben.

Es ver­blüfft mich jedoch immer wie­der, wie­viele fal­sche und durch­aus krea­tive und amü­sante Varia­tio­nen eines ein­zi­gen Namens erfun­den wer­den kön­nen. Hier das best of:

Steffi:

Anfangs kam es vor, dass Men­schen Ste­wfi schrie­ben, weil ich mei­nen Namen gele­gent­lich statt S T E F F I mit S T E ‚dou­ble F‘ I buch­sta­bierte. Ok, viel­leicht ist ja meine Aus­spra­che nicht so super, also ver­meide ich das jetzt und ärgere mich gele­gent­lich nur über eigen­mäch­tige Ver­län­ge­run­gen mei­nes Names zu Ste­pha­nie, Ste­fa­nie oder Stefany.

Flo­rian:

Dass Flo­rian tat­säch­lich ein männ­li­cher Vor­name ist, scheint schwer zu glau­ben zu sein und so bekommt er immer wie­der mal Post für Mrs oder Miss Flo­rin oder Flo­rina. Sogar bei der Bank, wo er per­sön­lich da war um ein zwei­tes Konto zu eröff­nen bekam er danach Unter­la­gen für die fik­tive Miss Florin(a). Die Bank ist so wie so ein Experte in Sachen Namen. Unglaub­lich aber wahr: Die Namens­fel­der im Com­pu­ter­sys­tem für den Namen des Kon­to­in­ha­bers, Kon­takt­adresse und Name auf der Bank­karte schei­nen intern nicht mit­ein­an­der ver­bun­den zu sein, denn zwei die­ser drei auf­ge­führ­ten Namen waren unter­schied­lich falsch.

Auch mein Nach­name wurde bei glei­cher Gele­gen­heit von der glei­chen Bank in Kingle (hat so was roya­les…) abge­än­dert. Dabei haben wir unsere Namen nur ein ein­zi­ges Mal in gro­ßen Druck­buch­sta­ben ange­ge­ben. Also wenn schon zu dumm zum Abtip­pen, dann doch bitte immer der glei­che Feh­ler. Das wäre wenigs­tens konsequent!

Übri­gens han­delte es sich bei der Aktion um ein neues, gemein­sa­mes Konto für uns beide. Obwohl wir ja bereits Kun­den bei der Bank sind und auch die Kon­to­da­ten unse­rer sepa­ra­ten Kon­ten anga­ben, war es offen­sicht­lich nicht mög­lich die dort rich­tig ange­ge­be­nen Namen zu kopieren.

Klinge:

Das trau­rige High­light die­ser Geschichte ist jedoch meine Kor­re­spon­denz mit dem für das ‚Mother-and-child-scheme‘ ver­ant­wort­li­che Amt für soziale Fra­gen. Um wäh­rend der Schwan­ger­schaft kos­ten­los in den Genuss von Kon­troll­un­ter­su­chun­gen zu kom­men, schickte ich einen Antrag, der natür­lich wie­der mit gro­ßen Druck­buch­sta­ben aus­ge­füllt war, an die ent­spre­chende Stelle.

Als ich nach acht Wochen immer­noch kei­nen Schwan­ger­schafts­pass hatte, füllte ich den Antrag ein zwei­tes Mal (wie­der Druck­buch­sta­ben) aus und war­tete wei­tere drei Wochen bis ich in der Behörde anrief und meine Daten am Tele­fon (Name buch­sta­biert, K like King, L like.…) hinterließ.

Etwa wei­tere zwei Wochen spä­ter bekam ich in kur­zem Abstand drei Briefe der Behörde glei­chen Inhalts (Antrag ange­nom­men, bla bla) an drei ver­schie­dene Ver­sio­nen mei­nes Namens: Klinge (sehr gut, ja! yip­pieh!), Klin­gie (nagut, man hat sich bemüht) und Klinmge (ähm, ja).

IMG_0108Das schönste war aller­dings, der letzte Coup: Als wir aus Spa­nien zurück kamen, fischte ich einen Umschlag an Ms S. Velije aus dem Brief­kas­ten. Wie erwar­tet ent­hielt er Schwan­ger­schafts­pass und Begleit­schrei­ben Num­mer vier. Die ein­zige Erklä­rung für diese Tota­lent­glei­sung ist, dass jemand ver­sucht hat, meine Unter­schrift abzu­tip­pen. Aber soll­ten denn nicht alle Anträge schon längst mit einer der vor­he­ri­gen Namens­ver­sio­nen abge­hef­tet sein? Und warum tippt man bitte eine Unter­schrift ab, wenn drei Zei­len wei­ter oben der Name in Druck­buch­sta­ben steht? Haben die da nur Prak­ti­kan­ten und Analphabeten????

Eigent­lich müsste ich meine Namens­än­de­rung ange­ben aber ich glaube, ich möchte gar nicht wis­sen, wie sehr man Knorn ver­stüm­meln kann.

Seit eini­ger Zeit schreibe ich nur noch mit dem Com­pu­ter geschrie­bene Briefe und hebe den Namen mit einem ent­spre­chen­den Ver­merk in fett her­vor statt irgendwo anzu­ru­fen. Das ist zwar teil­weise etwas müh­se­lig und kost­spie­li­ger als ein kur­zer Anruf, aber es funktioniert.…

Die letzte (und erste) Paella

_IMG_0092_maxBevor man wie­der in die kuli­na­ri­sche Wüste Irlands abreist muss man ein­fach noch ein­mal den Gau­men ver­wöh­nen. Es wäre fast schon ver­werf­lich gewe­sen Spa­nien zu ver­las­sen ohne eine Paella geges­sen zu haben. Also nichts wie auf zum nächs­ten Touri-Restaurant und vor dem Abflug noch eines der Natio­nal­ge­richte verspeisen.

Ich hatte mir das echt schön vor­ge­stellt: ein letz­ter Strand­spa­zier­gang, Füße in den Wel­len, das Rau­schen des Mee­res, Sonne im Gesicht. Statt­des­sen war es unge­müd­lich kühl und feucht, es sah so aus, als würde es jeden Moment erneut reg­nen, und weder Sonne noch Men­schen waren zu sehen. Natür­lich blie­ben auch wie­der viele Restau­rants geschlossen.

Aber mal ehr­lich, wäre ein bes­se­rer Raus­schmei­ßer mög­lich gewe­sen? So war die Umstel­lung in Irland dann nicht so schlimm.

FOTOS DER REISE GIBT ES JETZT HIER!

Alicante im Regen

_DSC9809_maxAli­cante ist bekannt­lich eine große Stadt im Süden Spa­ni­ens mit vie­len Tou­ris­ten und Strän­den. Eigent­lich ein guter Ort um den Urlaub in der Sonne und in Stra­ßen­ca­fés aus­klin­gen zu lassen.

Lei­der reg­nete es. Damit meine ich nicht einen nied­li­chen Nie­sel­re­gen oder ver­gleich­bare, ver­nach­läs­sig­bare Wet­ter­phä­no­mene. Ich meine Sturz­re­gen, Bäche von oben, ein­fach ganz viel Was­ser in kur­zer Zeit auf wenig Fläche.

Die Stra­ßen ver­wan­del­ten sich in kür­zes­ter Zeit in Was­ser­bah­nen und wir hat­ten wie­der­ein­mal Glück, dass wir recht­zei­tig in unse­rer Unter­kunft ange­kom­men waren und dort neben zuvor ein­ge­kauf­ten Lebens­mit­teln auch eine Küche vor­fan­den. Denn wie bereits in Valen­cia ist nicht der Regen an sich ein Pro­blem (es gibt ja Jacken, Schuhe und zur Not Hand­tü­cher und Föne), son­dern die Men­ta­li­tät an Regen­ta­gen quasi die Bür­ger­steige hoch­zu­klap­pen und alle Bars und Restau­rants zu schließen.

Gegen Abend hatte sich das Unwet­ter dann wie­der ver­zo­gen und wir konn­ten den letz­ten Abend wenigs­tens noch mit einer Piña Colada aus­klin­gen lassen.